Thailand 2007![]()
Im November 2007 war es mal wieder an der Zeit, eine grössere Reise zu unternehmen. Als kleine Reisegruppe von sechs Personen machten wir uns mit dem Rucksack und viel Abenteuerlust bepackt auf den Weg nach Thailand. Dort schipperten wir in der Adamanensee von Insel zu Insel und entdeckten so das ein oder andere kleine Paradies.
Die Karte:
Der Reisebericht:
07.11.2007 1. Tag: Nach langen Tourplanungsabenden und Vorbereitungen ging es endlich los. Am Morgen um 8:00 wurde ich von der restlichen Reisecrew (Chrissi, Caro, Kate und Bernd) in Bayreuth abgeholt und wir machten uns auf den Weg zu Lotte nach München. Von dort ging es dann gleich direkt weiter zum Flughafen. Wir checkten gleich mal ein und hatten so noch genügend Zeit bis zum Flug. Später ging es dann mit Air Berlin nach Düsseldorf und von dort aus in 11 Sunden mit 6 Stunden Zeitverschiebung nach Bangkok.
08.11.2007 2. Tag: In Bangkok um 10:30 Ortszeit angekommen, hatten wir noch richtig viel Zeit bis zu unserem bereits gebuchten Weiterflug nach Ko Samui. Deshalb schnupperten wir schon mal ausserhalb des Flughafens thailändische Luft. Als wir mit unserem Gepäck dort warteten, kam ein Mann auf uns zu und fragte uns, wo es denn noch hingeht. Wir erzählten Ihm, dass wir später weiter nach Ko Samui fliegen werden. Da sagte er zu uns, mit einem Lächeln im Gesicht, dass Ko Samui auf Grund zu starken Regens nicht angeflogen werden kann. Wir dachten natürlich alle, dass der uns nur was anderes andrehen wollte, deshalb machten wir uns weiter keine Sorgen und schickten Ihn weiter. Als wir uns dann aber persönlich am Bangkok Air Schalter erkundigten, wurde es uns auch noch einmal offiziell mitgeteilt, dass wirklich alle Flüge nach Ko Samui gestrichen sind und zwar auf Grund zu starken Regens. Als wir dort so am Schalter standen und beratschlagten, was wir jetzt als Alternative machen, lief der Typ von vorhin noch mal bei uns vorbei und grinste uns nur an. Wir haben uns dann spontan für die andere Küstenseite entschieden und haben einen Gabelflug von Bangkok nach Krabi und dann einen Rückflug von Phuket nach Bangkok gebucht. Jedoch ging der Flug schon in einer Stunde und die Tanten von Bangkok Air haben es irgendwie nicht gebacken bekommen uns die Flüge umzuschreiben. Also standen schon alle beim Check In Schalter, während ich noch auf die Bestätigung wartete. Die hat bestimmt 10 Seiten ausgedruckt, nur leider immer das falsche. Irgendwann hat es dann doch mal gepasst, wir haben alle unser Gepäck aufgegeben und durften nun einen Spurt zu unserem Flieger, der am anderen Ende vom Flughafen stand, hinlegen. Endlich im Flieger und noch ein bisschen mehr gestresst und genervt, waren wir dann endlich auf dem Weg nach Krabi. Dort fuhren wir dann in einem Taxibus nach Ao Nang, wo wir unsere erste Unterkunft suchen wollten. Auf dem Weg dorthin merkte man schon, dass wir seit mehr als 20 Stunden nun auf den Beinen waren. Chrissi konnte bei der holprigen Busfahrt Ihre Augen nicht mehr offen halten und püschepüte ein bisschen angelehnt an meiner Schulter. In Ao Nang angekommen und noch ein bisschen mehr gerädert, machten wir uns auf die Suche nach einer geeigneten Unterkunft. Wir steuerten mit unseren Rucksäcken natürlich erst mal die Luxusresorts ab, denn nur das Beste ist gerade gut für uns. Als wir dann dort entweder wieder fortgeschickt worden sind oder die Unterkunft unser Budget etwas überstieg, haben wir uns dann doch einfach an eine Touriagentur gewendet und uns dort etwas Schönes in unserer Preisklasse ausgesucht. Wir wurden mit einem Pickup zum Taxi umfunktioniert dann zu unserer Unterkunft gebracht wo wir schon erwartet wurden. Endlich hatten wir unsere drei Bungalows und konnten uns erst mal Kleidungstechnisch den Temperaturgegebenheiten anpassen, da wir noch alle in Jeans unterwegs waren. Nach einer Dusch und einem guten Abendessen, schlenderten wir noch ein weinig durch Ao Nang, bis wir dann todmüde in unsere Kojen vielen.
09.11.2007 3.Tag: Am nächsten Morgen aufgewacht und schon wieder etwas erholter von den Reisestrapazen, genehmigten wir uns erst mal ein gutes Frühstück. Beim Frühstücken entschlossen wir uns für einen Bootsausflug an den Hat Phra Nang Beach auf der Halbinsel Railay, da Ao Nang nicht so wirklich die Idylle wiederspiegelte, welche wir uns in Thailand vorgestellt haben. Deshalb ab zur Bootsanlegestelle und schon ging es mit einem Longtailboot in Richtung Hat Phra Nang Beach. Wir passierten auf dem Weg dorthin anmutig aus dem Wasser ragende Felsformationen und sahen nach kurzer fahrt einen traumhaft weissen Sandstrand. Nachdem unser Captain etwas Probleme hatte beim Ranggieren und es ca. 15min dauerte, bis wir endlich aussteigen konnten, haben wir uns ein schönes Plätzchen am Strand ausgesucht. Natürlich gleich mal ab ins Wasser und planschen. Auf Grund des etwas bewölkten Himmels war noch nicht alles perfekt aber selbst mit Bewölkung kann man sich einen Sonnenbrand holen, mussten wir dann auf der Rückfahrt feststellen. Am Hat Phra Nang Beach hatte man echt alles. Alle zwei Minuten wurde man gefragt, ob man etwas zu trinken möchte, alle 5 Minuten wurde man gefragt ob man eine Massage möchte und ein Longtailboot umfunktioniert zu einem Imbissladen lag auch noch am Strand, also Urlaub pur. Bernd und ich mussten dann erst mal die gegenüberliegende Insel mit unseren Taucherbrillen erkundigen. Dabei haben wir echt traumhafte Unterwasserwelten gesehen. Korallen, Fische in den verschiedensten Farben und Formen, einfach traumhaft. Der Urlaub hat begonnen. Mit Chrissi und Caro habe wir dann auch noch die am Strand liegende kleine Höhle besichtigt, welche mit etwas merkwürdig aussehenden Reliquien bestückt war. Die Dinger sahen echt alle so aus wie Riesendildos und der grösste war so ca. 2m. Also entweder total pervers die Thais oder irgend eine Glaubensreliquie. Wir entschlossen und dann für die Zweite Variante. Nach einem herrlichen Tag am Strand und gehobener Stimmung machten wir uns wieder mit dem Longtailboot auf den Rückweg. Abends gingen wir in einem schönen Restaurant mit Meerblick essen. Bernd und ich gönnten uns mal was ganz besonderes. Jeder von uns hat sich einen ganzen Hummer gegönnt und das zu einem Spot Preis für nur umgerechnet 15 Euro. So rundeten wir den wunderschönen Tag noch ab und freuten uns auf Morgen.
10.11.2007 4. Tag Heute verliessen wir Ao Nang und fuhren mit der Fähre auf die Bekannte Insel Ko Phi-Phi Don. Bekannt ist die Insel durch den Film „The Beach“ geworden, der auf der 5km vorgelagerten Insel Ko Phi-Phi Leh gedreht wurde. Auf der 38km langen Fährfahrt konnten wir alle gemütlich an Deck relaxen und genossen die Sonne. Als Wir die Insel erreichten hat man an der Küste schon diverse Bungalowsiedlungen sehen können und wir malten uns schon aus, in welchen von den vielen wir uns niederlassen werden. Aber im Hafen angekommen und von den ganzen Vermittlern überfallen, mussten wir feststellen, das leider für die erste Nacht keines dieser schönen Bungalows frei war und so waren wir gezwungen die erste Nacht in Ton Sai Bay zu verbringen. Jedoch für die zwei weiteren Nächte haben wir schon bei Dee, einem total nettem Thai, im Phi-Phi Relax Beach Resort gebucht gehabt. Also auf in die Unterkunft. Das Ton Sai Bay war echt urig schön. Keine Autos auf der ganzen Insel und ganz kleine enge Gassen wo sich die Souvenir und Tauchshops aneinander reihten. Dann hiess es kurz auspacken und ab an den Strand. Ganz am Ende fanden wir ein kleines ruhiges sonniges Eck. Wir Jungs packten natürlich gleich mal wieder unsere Taucherbrillen und tauchten ab, während die Mädels in der Sonne brutzelten. Zu Mittag probierte ich mal was exotisches aus. Pouletstreifen in einem Blatt eingewickelt und frittiert. Ich natürlich gleich alles samt Blatt und Fleisch gegessen bis die Bedienung mich darauf aufmerksam machte, dass man die Blätter eigentlich nicht mit isst. Na wieder mal typisch Touri, wird sich der gedacht haben. Aber lecker war es auch mit Blatt. Am Abend suchten wir uns ein hübsches Restaurant, allerdings war das Essen nicht so der Bringer. Alle ausser Bernd hatten nicht gerade etwas leckeres aus der Karte erwischt. Nach dem Essen suchten wir uns eine chillige Bar am Strand, wo die Mädels am Cocktail schlürfen und wir Jungs am Biertrinken waren. Dann bekamen wir sogar noch eine spektakuläre Feuershow zu sehen, die es echt in sich hatte. Spektakulär waren auch die Toiletten in dieser Bar. Man dacht man besteigt einen Thron. Die Schüssel war in einem kleinen Verschlag, wo man teilweise nicht mal mehr die Tür abschliessen konnte auf einem richtigen Podest installiert. Daneben stand dann ein Eimer mit Wasser, was soviel wie die Spülung darstellen sollte. Den Wasserhahn bediente man lieber nicht, denn sonst hätte man nach dem Händewaschen noch mehr Dreck an den Fingern, als vorher. Ein paar Minuten und ein Pancake später waren wir dann noch im Titti Twister und haben mal ein bisschen zwischen den ganzen Alternativen abgezappelt, bevor es dann gar nach hause ging.
11.11.2007 5. Tag Am Morgen unseres fünften Tages mussten wir nach bereits einer Nacht schon wieder unsere Rucksäcke packen, da es in das mit Spannung erwartete Phi Phi Relax Beach Resort ging. Wir checkten noch aus und frühstückten noch eine Kleinigkeit (Pancake in allen Variationen). Im Anschluss daran machten wir uns Richtung Anlegestelle auf, denn da wartete bereits unser Taxiboot auf uns. Die Rucksäcke waren schnell an Board gebracht, nur mussten wir noch ein bisschen warten, da gerade eine Fähre angelegt hat und wir noch andere neue Besucher mitnehmen mussten. Endlich komplett, ging es los. Wir verliessen die Bucht und rätselten, bei jeder Art von Hütte, ob es unsere neue Unterkunft sein könnte. Wir hatten schon die schlimmsten Vermutungen. Doch nach ca. 20min Fahrt, bog unser Bootsmann in eine Bucht ein und wir waren sehr positiv überrascht um nicht zu sagen, begeistert. Endlich die erste Unterkunft, so wie wir uns das vorgestellt haben. Wunderschöne Bungalows in einem kleinen Wald aus Palmen liegend, direkt an einem weissen Strand mit türkis schimmernden Wasser. Richtig schön. Uns wurden die Rucksäcke an Land gebracht und gleich darauf hatten wir unsere Bungalows auch schon bezogen. Wir hatten diesmal eine Girli-WG und eine Jungs-WG. Jeder Bungalow hatte eine schöne Terrasse von der man einen traumhaften Blick in Richtung Strand hatte. Sogar wenn man im Bett lag und das Fenster geöffnet hatte konnte man auf das Meer schauen. That`s holidays. Natürlich ging es gleich gesammelt an den Strand. Es gab schöne Sonnenliegen, wo wir gleich mal sechs Stück beschlagnahmten. Bernd und ich starteten unsere schon fast traditionelle Tauchtour, gleich nach der Ankunft. Vielleicht 40m vom Strand aus geschwommen, gelang man in eine traumhafte Unterwasserwelt. Das Beste bis jetzt überhaupt. Wir paddelten ewig herum und tauchten zwischen den Felsen und Korallenriffen hindurch. Ständig wurden wir von hunderten von Fischchen begleitet. Das Highlight unseres Tauchgangs war aber die Sichtung von Nemo. Wie im Film befanden sich die kleinen Fischchen in den Annemonen. Wenn man nah an sie herangetaucht ist, kamen einen die grossen entgegen und schauten einen an. Währendessen sich die kleinen Klauenfischchen in den Annemonen verkrochen. Als wir zurückkamen und wir den Mädels von Nemo erzählten, wollten die ihn natürlich auch sehen, nur leider haben wir sein Zuhause dort nicht mehr gefunden. Wenn man die riesigen Korallen so betrachtete, dachte man, dass man sich in einer riessen grossen Stadt befand. Die Korallen waren die Häuser und die Fische die Autos. Wir sahen echt die farbenfrohsten und phantastischsten Formen von Fischen. Selbst die Seeigel mit Ihren ca. 30cm langen Stacheln waren beeindruckend. Allerdings nicht so für Bernd, denn als wir wieder Richtung Strand unterwegs waren, ist das Wasser so weit zurückgegangen, dass man nur noch ganz knapp über die Korallen und eben auch die Seeigel hinweg schwimmen musste. Bernd ist dann mit schmerz verzerrten Gesicht aus dem Wasser gelaufen gekommen und hatte lauter schwarze Punkte an der Sohle. In nen Seeigel gesappt. Aber a Frange kennt kann Schmerz. Nach einer kleinen Mahlzeit zu Mittag hiess es chillen in der Sonne. Abends beim Essen hatten wir richtig gut Spass mit Andrew, das war der Geschäftsführer dort. Er war die ganze Zeit am Handy und hat neue Buchungen entgegengenommen und hat sich aber trotzdem immer noch Zeit genommen um sich mit uns zu unterhalten oder uns ein bisschen Thailändisch beizubringen. Den Abend haben wir dann noch bei den Mädels auf der Terrasse bei einer Flasche Rum und Mäxle ausklingen lassen. Wo ich sagen muss, dass ich ziemlich abgekackt habe.
12.11.2007 6. Tag Unser zweiter Tag in unserem ganz persönlichen Paradies begannen wir erst einmal mit einem Blick aufs Meer von unserem Bett aus. Es sah so aus, als ob es wieder ein wunderschöner Tag werden sollte und so war es dann auch. Nach einem guten Frühstück, natürlich wieder mit Pancake packten wir uns wieder an den Strand. Andrew war auch schon wieder am arbeiten, wie eigentlich den ganzen Tag. Wir waren alle noch etwas müde von unserer gestrigen Rum-Cola/Uno Uno-Runde. Aber wir hatten ja den ganzen Tag Zeit zum relaxen. Irgendwann wurde es dann aber doch langweilig, nur den ganzen Tag im Sonnenstuhl zu liegen. Also liehen wir uns einen Fussball aus. Bernd und ich konnten ein bisschen unsere brasilianischen Balltechniken ausleben und die Mädels haben sich zwei Federballschläger geholt. Also war der Tag schon so gut wie gerettet. Bei einem kleinen Mittagessen haben wir dann gemeinsam beschlossen, dass wir uns mal zu Fuss zu diesem View Point aufmachen wollen. Das ist auch der gleiche Weg, auf dem man bis in die Stadt kommt. Also hiess es nach dem Essen, gut mit Mückenspray einnebeln. Alle also gut präpariert machten wir uns auf den Weg. Natürlich ging es gleich vom Strand weg richtig steil bergauf, so dass die Anfangseuphorie bei Kate, Lotte, Chrissi und Caro gleich dahin war. Dann kam noch dazu, dass das Einschmieren mit Mückenspray nicht viel genutzt hat. Denn schon nach ein paar Metern waren wir alle schon ziemlich zerstochen. Nach ein paar Minuten Wandern, dachten wir schon, dass wir an dem eigentlichen View Point angekommen sind. Aber dann wurden wir doch etwas stutzig, da es heiss, dass man ca. 30min unterwegs ist und wir es in 5min geschafft haben sollten. Also machten wir uns weiter auf den Weg bergauf. Auf einem engen wurzeligen Pfad mit rechts und links hohen Bäumen und dichter Dschungel ging es weiter, bis die Bäume lichter wurden. Dann sah man ein kleines Haus wo sich auch gleich daneben der eigentliche View Point befand. Von diesem schönen Aussichtspunkt konnte man wunderschön auf Ton Sai Dorf schauen. Später stellte sich dann auch heraus, dass von hier oben auch Briefmarken von Ton Sai Dorf Fotografiert wurden. Nach kurzem Aufenthalt und einigen Bildern die geschossen wurden, machten wir uns wieder auf den Weg zu uns an den Strand. Auf dem Rückweg haben sich einmal Bernd und ich bei einer Abzweigung geirrt, aber die Mädels hatten aufgepasst, wenig später war es dann aber auch noch mal umgekehrt der Fall. Auf jeden Fall sind wir alle wieder gut am Phi Phi Relax Beach Resort angekommen. Wir hatten noch ein bisschen Zeit bis zum Abendessen, deshalb wagten Bernd und ich noch einen Tauchgang. Es war echt der Wahnsinn man immer wieder etwas neues gesehen und es wurde nie langweilig. Fast wie Fernsehen war es teilweise. Wir entdeckten sogar eine Fischautobahn. Das sah deshalb so aus wie eine Fischautobahn, weil hunderte von Fischen in einer Spur zusammen in eine Richtung schwammen. Ich stellte mich mal in diese Spur und spielte ein bisschen Verkehrspolizist. Tatsächlich schwammen alle Fische meiner Unterwasserumleitung nach. Echt klasse. Auf dem Rückweg zum Strand musste man wieder total aufpassen, da die Ebbe schon wieder so stark war, dass man nicht wirklich viel Wasser zum schwimmen hatte und man auch wieder total mit den Seeigeln aufpassen musste. Bernd der ja schon gestern nicht so tolle Erfahrungen mit den Seeigeln gemacht hat, sollte heute auch wieder keine besseren machen. Er stand noch so halb im Wasser und versuchte die Überreste der Stacheln wieder aus seinem Fuss herauszubekommen, was ziemlich schmerzhaft aussah. Beim Abendessen wurde dann an einem anderen Tisch etwas ganz verrücktes zubereitet. Einer kam mit einem brennend heissem Pfannenteller an den Tisch, gab das Gemüse und das Fleisch darauf, wendete es kurz und gab einen Spruz Öl dazu. Damit gab es eine riessige Stichflamme und das ganze wurde so noch fertig gebraten. Nach dem Essen und unserer anstrengenden Dschungelwanderung waren wir wieder mal alle tot müde.
13.11.2007 7. Tag Der dritte Tag im Phi Phi Relax Beach Resort bestand wirklich nur noch aus Faulenzen ein bissen Sport und natürlich Schnorcheln. Wir kamen schon zu dem Entschluss, dass eine Verlängerungsnacht ausreichend war. Denn so schön und idyllisch es dort war, irgendwann wurde es einfach etwas langweilig. Allerdings wurde ich heute meinem eigentlichen Namen „Perlentaucher“ gerecht. Denn als wir heute Schnorcheln waren, tauchte ich so eine Muschel wo sich immer die Perlen darin befinden. Diese lebte aber noch und wollte sich nicht öffnen. Nachdem ich sie ein bisschen in der Sonne hab liegen lassen, öffnete sie sich ein Stück. Aber man kam nicht ran. Also warf ich sie wieder zurück ins Meer, nachdem mich die Mädels schon als Tierquäler abgestempelt haben. Wir hatten ja vor, am nächsten Tag gleich weiter nach Ko Lanta zu fahren. Der nette und hilfsbereite Andrew hat uns von seinem Kollegen auf Ko Lanta dann ein Bungalowresort empfohlen welches wir dann gleich mit der Fähre bei ihm gebucht haben. Allerdings nur für die ersten zwei Tage, weil wir noch nicht genau wussten, ob wir vielleicht noch wo anders hin wollten. Wie gesagt der Tag bestand einfach nur aus relaxen und ein bisschen Sport. Am Nachmittag machten wir dann noch ein Fussballmatch gegen die Mitarbeiter vom Relax Beach Resort am Strand. Noch ein anderer Deutscher, Bernd und Ich spielten gegen vier Thais. Obwohl sie zu viert waren, haben wir noch mit 6:3 gewonnen. Jetzt hatten wir uns aber ein leckeres Abendessen verdient. Was wir da geschwitzt haben war echt verrückt.
14.11.2007 8. Tag Für heute bestellten wir uns bei Andrew ein Longtailboot auf 9:30, dass uns wieder nach Ton Sai Dorf bringt, wo dann die Fähre um 10:30 Richtung Ko Lanta ablegt. Vorher genehmigten wir uns noch ein leckeres Frühstück und packen mussten wir ja auch noch. Nach dem Frühstück machten wir noch mit Andrew zusammen ein Gruppenfoto. Als wir ins Boot einstiegen wurden uns die Rucksäcke zum Boot getragen und Dee und Andrew verabschiedeten uns noch persönlich. Wir bekamen noch eine Postkarte vom Relax Beach Resort von Andrew in die Hand gedrückt und wurden herzlich verabschiedet. Dee und Andrew standen noch so lange am Strand und winkten uns zu bis wir mit unserem Boot verschwunden waren. Wir merkten schon da, dass uns das Phi Phi Relax Beach Resort immer in guter Erinnerung bleiben wird. Am Strand von Ton Sai Bay angekommen, waren wir wieder unter Menschen. Und das merkte man daran, dass dir jeder etwas verkaufen wollte sobald du an einem Laden vorbeigelaufen bist. Fast ein kleiner Schock nach unserem Aufenthalt im Paradies. Wir nutzen noch die Wartezeit um noch Traveler Schecks zu wechseln. Dann konnten wir auch schon auf die Fähre und wir nahmen natürlich gleich wieder unseren Stammplatz ganz vorne am Buck ein. Die Sonne brannte wieder ordentlich runter und wir freuten uns auf unsere nächste Station auf Ko Lanta. Nach eineinhalb Stunden Fahrt bei herrlichsten Sonnenschein waren wir in Ban Sala Dan auf Ko Lanta angekommen. Am Hafen sollte schon das Taxi zu unserem Hotel auf uns warten. Und so war es dann auch zum Glück. Adam unser Taxifahrer brachte uns zum Taxi und wir luden auf. Mit in unserem Taxi war ein Typ in 1860 Trikot, mit dem wir gleich ins Gespräch kamen. Er erzählte uns von seinem gesamten Urlaub, wo sie schon waren und wo es noch hingeht. Als er von Bangkok erzählte, stellten wir fest, dass wir sogar im gleichen Hotel sind. Nach diesem Gespräch waren wir quasi über seinen gesamten Urlaub aufgeklärt, vom finanziellen bis zur Flugbuchung. Nach ein paar Minuten Fahrt waren wir am Blue Andaman Lanta Resort angekommen. Hier waren echt nur ein paar Resorts an den Stränden und sonst nix. Deshalb mussten wir uns was einfallen lassen für die Anderen, die noch Schecks eintauschen wollten. Wir bezogen erst mal unsere Zimmer, die wieder etwas moderner waren aber teilweise nicht wirklich sauber. Der Strand hier war auch nicht so der Hammer. Ins Wasser brauchte man eigentlich gar nicht zu gehen da eigentlich immer die Steine rausschauten. Deshalb entschlossen wir uns für eine Gruppenmassage. Man war das schön, mal von oben bis unten durchgeknetet zu werden. Da kann man mal so richtig abschalten. Chrissi und ich sind dann noch ein bisschen am Strand spazieren gegangen und haben dort ein paar Kühe und Kälber gesehen, fast wie in Eppenreuth. Der Strand und das Meer fehlen zwar in Eppenreuth noch, aber sonst ganz genau so. Beim Abendessen beratschlagten wir dann gemeinsam, was wir morgen machen wollen, da es hier nicht so prickelnd war, dass man einen ganzen Tag hier verbringen muss. Wir entschlossen uns für die 4-Island Tour, von der uns auch unser 1860 Fan erzählte. Die sollte so toll sein. Also meldeten wir uns dafür noch an diesem Abend an. Bernd und ich teilten uns heute einen Brummer von Redsnapper. Sage und schreibe 4 Kilo brachte der auf die Waage. Nach dem Essen gingen wir noch mal in einen Supermarkt und jeder holte sich noch ein bisschen was zu naschen, bevor wir in die Kojen sprangen.
15.11.2007 9. Tag Heute stand also die 4-Island Tour auf dem Programm. Um 10:00 wurden wir von einem Taxifahrer eingesammelt und zum Hafen gebracht. Dort lag auch schon unser Ausflugsschiff bereit. Wir konnten sofort einsteigen und los ging es. Zu beginn waren wir noch alle unter Deck. Ein verwegener Typ, der aussah wie Captain Jack Sparrow von Fluch der Karibik begrüsste uns erstmal als unser Tourguide und schon ging es los. Wir sicherten uns gleich mal wieder unsern Stammplatz am Buck, damit wir schön in der Sonne braten konnten. Mit der Fähre fuhren wir dann erst mal an das südliche Ende von Ko Lanta und von dort aus nach Koh Rok Nok. Dort passierten wir traumhafte Bungalowresorts bis wir an einem Pier anlegten. Als wir von Board gingen hiess es, dass sie einen Motorschaden hätten und wir nun auf ein Ersatzboot warten müssen, also mussten wir uns irgendwie die Zeit vertreiben. Dort befand sich auch ein kleiner Strand, der allerdings nicht so schön war. Zuerst gingen wir ein bisschen Schnorcheln. Das war allerdings auch nicht so toll. Unsere Mädels machten natürlich gleich mal den wunderschönen Pool aus, der mit zu der dort liegenden Bungalowanlage gehört. Sie platzierten sich auf den Liegen und die Jungs vom Resort brachten gleich die Matratzen für die Liegen. So lässt es sich aushalten. Wir kamen dann später auch noch dazu und relaxten. Nach einem kleinen Nickerchen hatten wir alle ein bisschen Hunger, deshalb gingen wir noch in das Restaurant und wollten uns gerade noch ein Kleinigkeit bestellen, da hiess es, dass wir wieder weiter fahren. Also keine Frühlingsrollen. Alle wieder an Board ging es weiter zur nächsten Insel Namens Koh Kradan. Dort fuhren wir mit der Fähre bis an den Strand, so dass der Buck vorne aufgesessen war. Die Fähre wurde dann professionell am Weidezaun festgemacht. Das muss ausreichen. Die Crew hüpfte dann gleich mal vom Schiff direkt ins Wasser, was Bernd und ich natürlich auch gleich machen mussten. Im Wasser kam uns gleich einer von der Crew mit zwei Seesternen entgegen. Von denen waren hier im glasklaren Wasser richtig viele zu finden. An dem schönen weissen Strand baute die Crew dann schon das Buffet für das Mittagessen auf. Also kamen wir doch noch zu unserem lang ersehnten Mittagssnack. Danach hies es Tauchen, Seesterne Fotografieren und vom Schiff springen, was natürlich am meisten Spass machte. Wir sechs waren so ziemlich die einzigen, wo so richtig rumtollten. Die anderen sassen alle am Strand und schauten uns nur zu. Und schon ging es wieder weiter. Als nächstes stand Höhlentauchen auf Koh Mook auf dem Programm. Jedoch auf dem Weg zur Höhle bekamen wir mal eine kräftige Dusche ab. Wonach wir nicht mehr so sicher waren, ob man das mit der Höhle machen sollte, da man ja vor kurzem in Deutschland davon hörte, dass ein paar deutsche Touris bei solch einem Ausflug bei Regen abgesoffen sind. Captain Jack Sparrow beruhigte uns aber und wir brauchten keine Angst zu haben. Jeder bekam eine Schwimmweste an und wir hüpften ins Wasser. Allerdings war das Wasser dort schon ziemlich dreckig und wenn man in einer Höhle schwimmt und dann andauernd irgendetwas am Körper berührt was man aber nicht sieht, ist das schon ein bisschen ekelig. Vorneweg schwamm einer von der Crew mit einer Taschenlampe, denn ohne die hätte man nicht seine Hand vor Augen in der Höhle sehen können. Der Typ ist nur nie so richtig voran geschwommen und so kamen wir uns selbst immer in die Quere. Nach ein paar Minuten Paddeln sah man schon Licht und jeder gab noch einmal Gas damit man schnell aus dem dunklen Loch heraus war. Wieder am Tageslicht, stand man in einer wunderschönen Lagune mit weissem Sandstrand, türkisblauem Wasser und ringsherum senkrechte Felswände die ca. 50m hoch waren. Nach einem kurzem Fotoshoot ging es dann wieder zurück und irgendwie hatten es auf einmal alle ziemlich eilig aus der Höhle wieder raus zu kommen. Lotte haute zum Schluss noch mal den Turbo rein und war sogar als Erste dann am Schiff. Als alle wieder an Board waren ging es weiter. Wir mussten auf Grund unserer Schiffspanne leider einen Tauchpoint auslassen aber jetzt ging es erst mal nach Koh Nagi wo eben einer der Tauchpoints liegen soll. Wir gingen irgendwo an der Steilküste vor Anker und konnten ins Wasser hupfen. Wir sahen einige bunte Fische und Korallen, doch das High Light war dann doch die Sichtung von Nemo. Bernd und ich hatten Ihn ja schon mal am Phi Phi Relax Beach Resort gesehen, aber die Mädels noch nicht. Natürlich waren gleich mehrere Schnorchler um die Anemonen von Nemo versammelt und jeder musste auch mal zu ihm runter tauchen. Der war natürlich gar nicht begeistert von so viel Besuch und begrüsste uns genauso wie der erste den wir schon gesehen haben. Ein paar Leute von der Crew fütterten dann noch die Fische mit Reis und man konnte es kaum glauben wie viele Fische auf einmal um einen herum waren. Hunderte von Fische waren auf einmal da die uns auch am Relax Beach Resort immer beim Tauchen begleitet haben. Mir gaben sie dann noch eine Kugel Reis in die Hand und die Fische haben wirklich den Reis aus der Hand gefressen, echt unglaublich. Dann ging es wieder an Board und wir schipperten dem Sonnenuntergang in Richtung Ko Lanta entgegen. Am Hafen wurden wir dann schon von unserem Taxidriver erwartet, mit dem wir dann aushandelten, dass wir noch ein bisschen bummeln und noch essen gehen, bevor er uns zurück fährt. Da wir von der aktuellen Unterkunft nicht so begeistert waren, haben wir uns entschlossen, morgen die Unterkunft auf Ko Lanta zu wechseln. In einer Tourist Agency haben wir dann für ab dem morgigen Tag drei Bungalows im Kantiang Bay Vie Resort reserviert sowie auch die Fähre von Ko Lanta nach Phuket. Beim Essen entschloss ich mich wieder einmal für ein Green Curry, aber German Spicy, denn Tahi Spicy kann man sicherlich nicht mehr essen. Also selbst bei bestelltem German Spicy bildeten sich bei mir schon die Schweissperlen unter den Augen. Also ein Zeichen dafür, dass es wirklich scharf war. Und auch die Anderen, die nur eine Messerspitze probierten, fanden es ziemlich scharf. Wie ausgemacht wartete unser Taxifahrer sogar noch auf uns und brachte uns zurück zum Blue Andaman Beach Resort. Wir verzogen uns dann auch gleich in die Bungalows, denn morgen mussten wir früh raus.
16.11.2007 10. Tag Nachdem unsere bisherige Unterkunft auf Ko Lanta nicht so wirklich unseren Vorstellungen entsprach, haben wir uns ja gestern Abend schon eine andere ausgesucht, wo wir heute früh dann auch hingebracht werden sollten. Um 9:30 sollte der Fahrer da sein und uns mitnehmen, deshalb gingen wir vorher noch gemütlich Frühstücken. Das Restaurant im Blue Andaman war übrigens sehr schön gelegen, direkt am Strand, somit hatte man immer einen traumhaften Ausblick auf das Meer. Wir waren fertig mit essen und packten noch unsere letzten Sachen in die Rucksäcke und checkten schon einmal aus. Der Frau von der Reiseagentur nannten wir unsere Bungalownummern, deshalb warteten wir vor diesen auf das Taxi. Es wurde halb zehn es wurde zehn und die Zeit verging weiter, aber von einem Taxi war weit und breit nichts zu sehen. Wir dachten uns schon wie das in zwei Tagen werden soll, wenn uns das Taxi dann vom Kantiang Bay Resort zur Fähre bringen soll, da haben wir dann nicht so viel Zeit. Nach einer gewissen Zeit bin ich dann mal an die Rezeption und habe freundlich gefragt ob ich mal telefonieren könnte, da unser Taxi nicht kommt. Der Mann an der Rezeption hat mich dann noch gefragt wo wir das denn gebucht haben und warum wir es nicht hier im Hotel gebucht haben? Na ja, auf jeden Fall hab ich die Tante vom Reisebüro dann angerufen, man bekommt ja immer einen Durchschlag als Zahlungsbestätigung, darauf stand noch die Nummer. Die hat sich dann vielmal entschuldigt und gesagt, dass sie sich darum kümmern wird. Und siehe da, ein paar Minuten später trudelte ein Taxi ein das wirklich unseres war. Wir konnten also mit dem Beladen beginnen. Das sah so aus, dass alle Rucksäcke einfach mal auf das Dach geworfen wurden und das war es auch schon. Man sollte also während der Fahrt immer ein Auge auf die Strasse hinter dem Auto werfen, da es mal sein kann, dass ein Rucksack dort liegt. Wir fuhren also mit dem Auto noch mal ein ganzes Stück in Richtung Süden von Ko Lanta. Die Strasse war eine Berg- und Talfahrt, immer hoch und runter. Dann kamen wir in einem kleinen Nest an wo es dann rechts Richtung Strand ging. Wir waren in unserer neuen Unterkunft angekommen. Der erste Eindruck war ja nicht so schlecht. Es gab ein schönes Restaurant wo die Tische unter einem riesigen Baum standen der Wie ein überdimensionaler Sonnenschirm aussah. Gleich daneben war die schon im Flyer gross angekündigte „Why Not Bar“. Wir checkten also ein und uns wurden unsere Bungalows gezeigt. Nachdem wir alle unsere Bambushütten bezogen hatten mussten wir feststellen, dass der Preis von nur 5 Euro pro Person und Nacht einen Haken hatte. Die Hütte von Kate und Bernd roch so übel nach Bahnhofstoilette, dass man es fast nicht darin aushalten konnte, da mussten erst mal Räucherstäbchen her. Die von Lotte und Caro war so ein richtiges dunkles Loch und das Bad war so richtig klein. Chrissi und ich hatten mal wieder ziemliches Glück. Bis auf die komische PVC-Folie am Boden und die ganzen Ritzen und Löcher im Boden und den Wänden war alles klasse. Zumindest gab es bei uns nix ekeliges. Denn das Moskitonetz von Kate und Bernd haben sie lieber mal gleich sein gelassen, denn dass stand schon fast von selbst vor Dreck. Lotte und Caro haben sich dann eine andere Bude geben lassen, die dann ein bisschen ansprechender war. Nachdem jeder dann ein bisschen ausgepackt hat, haben wir uns dann auch gleich mal am Strand getroffen. Bernd lag schon in der Hängematte, da er so wenig wie möglich Zeit in seiner Hütte/Toilette verbringen wollte. Also verbrachten wir den restlichen Tag am Strand. Da heute mal ein bisschen Wind war, entschloss ich mich kurzer Hand mal meinen Drachen rauszuholen, den ich ja sonst ganz um sonst durch halb Thailand geschleppt hätte. Also das Ding geholt, ausgepackt und los geflogen. Nur war der Wind etwas böig, deshalb hatte man so seine Probleme beim fliegen. Nachdem ich ein bisschen probierte, habe ich Bernd eine kurze Steuereinweisung gegeben, damit er auch mal ausprobieren konnte. Ich glaube aber, dass ich Ihn mit meinen hektischen Zwischenrufen: „rechts, links, mehr rechts, mehr links“, etwas durcheinander gebracht habe. Bei der ersten Bruchlandung wäre er fast in eine der drei Strohhütte geflogen, welche so ganz alleine am Strand standen. Die zweite Flugphase dauerte schon etwas länger, endete dann aber im Wasser. Natürlich kam es dann so, dass der Drachen dann auch noch im Sand landete und der nun überall war. Also hiess es Duschen gehen. Zu viert standen wir dann unter der Dusche und spülten den ganzen Sand wieder raus und hängten ihn zum trocknen auf. Als wir dann beim Mittagessen sassen kamen so langsam immer mehr Leute mit richtig viel Equipment in das Restaurant. Zuerst dachten wir, es ist eine Tauchcrew, aber als sie dann Ihrer Sachen in Richtung der drei Hütten am Strand brachten stellten wir fest, dass es sich um eine Filmcrew handelte. Bevor wir uns wieder an den Strand legten, buchten wir sicherheitshalber an der Rezeption noch ein Taxi für unseren Abreisetag, da wir nicht das Risiko eingehen wollten, dass die vom Reisebüro das wieder versiebt haben und wir dann deshalb die Fähre nicht bekommen. Nach dem Mittagessen verspürten Chrissi und ich einen gewissen Bewegungszwang und joggten ein bisschen am Strand entlang. Denn wir wollten uns das nobel Bungalow Resort mal anschauen, welches sich am Ende unseres Strandes befand. Auf unserem Rückweg war schon alles von der Filmcrew aufgebaut. Als wir an unserem Platz wieder angekommen waren, kam ein Mann von der Filmcrew auf uns zu, und gab jedem einen Zettel von uns in die Hand, worauf wir dafür unterschreiben sollten, dass wir damit einverstanden sind, dass sie uns filmen dürfen. Es handelte sich um eine schwedische Filmproduktion und der Film sollte „The white Mamoth“ heissen. Ich hab mir am Nachmittag einmal das Restaurant weit oberhalb des Strandes angeschaut, ob das vielleicht was für heute Abend wäre. Von der open Air Terrasse hatte man einen traumhaften Ausblick auf die gesamte Bucht. Da das Mittagessen nicht so toll bei uns war, war es schnell entschlossen, dort oben zu essen. Die Filmcrew drehte noch bis in den späten Abend, als wir schon längst beim Essen waren. Um zu diesem Restaurant zu gelangen musste man vom Strand aus eine ziemlich lange Treppe hinauflaufen. Aber es lohnte sich, jeder war begeistert. Wir hatten auch einen super Tisch in vorderster Front. Das Personal war richtig freundlich und zuvorkommend. Wir bekamen sogar Räucherstäbchen gegen Mücken an unseren Tisch. Ich genehmigte mir heute mal ein paar Big Prawns, die Echt wirklich lecker waren. Das Essen allgemein war wirklich super. Zum Schluss hat uns Frey noch zugelabert, mit zu Ihm in seine Bar zu kommen und ein bisschen Schischa zu rauchen. Der Typ war echt zum todschiessen. Der hatte so rote Augen, dass er wahrscheinlich grad erst das letzte mal an seiner Schischa gezogen hatte, allerdings nicht mit Apfeltabak. Als er uns erzählte, dass er Shinga Bier am liebsten trinkt, wollten wir Ihn mal überreden nach München auf die Wies`n zu kommen, aber nachdem wir Ihm dann erzählt haben, dass es da dann im September nur 10 Grad hat, war er nicht so begeistert von unserm Vorschlag. Wir hatten auf jeden Fall noch richtig Spass mit Ihm. Wir konnten mit Ihm ausmachen, dass wir am nächsten Morgen zum Frühstücken hochkommen. Jetzt wollten wir noch ein bisschen am Strand chillen. Schliesslich hatten wir ja auch noch unsere Bottel Rum und ich noch mein Feuerwerk. Die erste Flasche Rum war auch gleich weg, deshalb mussten Bernd und ich noch mal kurz in den „7 eleven“ Supermarkt, der natürlich selbst in einem drei Seelen Dorf wie diesem, 24 Stunden geöffnet hat. Die zweite Flasche haben wir uns dann auch noch genehmigt, denn bei den Schlafbedingungen muss man sich vorher schon ein bisschen betäuben, damit man gleich ins Koma fällt.
17.11.2007 11. Tag Am nächsten Tag aufgestanden und total gepeinigt von den Mücken in der Nacht. Es war echt Hölle. Durch den kurzen Regen am Tag zuvor waren die Viecher anscheinend ganz hungrig auf Blut. Dem entsprechend haben wir alle auch geschlafen und sahen wir auch aus. Frühstücken waren wir dann eben wieder oben in unserm Lieblingsrestaurant. Beim Frühstücken haben wir uns dann für eine Rollertour zu dem sehenswerten Wasserfall entschieden. Die Roller konnten wir auch gleich dort im Restaurant mieten. Die Fahrer Bernd, Caro und ich probierten erst auf dem kleinen Parkplatz ein bisschen aus. Dabei schaut der Typ, der uns die Roller ausgeliehen hat etwas komisch, da Ihm die Caro erzählt hat, dass sie einen Motorradführerschein hatte. Aber als wir uns ein bisschen eingefahren hatten ging es auch schon. Wir bekamen noch drei Helme für sechs Leute, was natürlich in Thailand auch völlig ausreichend war, denn es muss eh nur der Fahrer einen Helm tragen, allerdings auch nur im Norden der Insel. Also düsten wir los. Wir mussten erst ein Stück auf einer mehr oder weniger asphaltierten Strasse fahren. Diese Strasse war auch wieder eine Berg und Talfahrt. Kate musste an einem steilen Berg sogar abspringen, weil sie sonst mit dem Roller stehen geblieben wären, so steil war es. Auch der Linksverkehr machte einen bisschen zu schaffen, gerade beim Abbiegen musste man kurz überlegen. Nach kurzer Fahrt ging es dann links auf einen Waldweg mit übelsten Schlaglöchern. Wir hatten alle einen mega Spass und heizten über Stock und Stein, bis wir am Ende des Weges angekommen waren. Dort mussten wir unsere Roller abstellen und zu Fuss weiter laufen. Als wir dort warteten kamen gerade ein paar Touris von Ihrer Elefantentour zurück, die man dort auch machen konnte. Also wir losliefen hatte sich auch gerade eine geführte Gruppe auf den Weg gemacht, der wir uns gleich mal angeschlossen haben. Es ging erst auf einem schmalen Pfad am Hang entlang und dann durch ein Bachbett weiter. Es war wirklich beeindruckend so durch den Dschungel zu wandern. Nach einer Weile bog der Guide dann vom Fluss ab und wir waren in einer Höhle. Von dort aus gingen wir dann alleine weiter immer dem Fluss entlang. Nach einem ziemlich langen Fussmarsch durch dass Dickicht und den Fluss waren wir dann endlich am Wasserfall angekommen. Ich fand der sah so aus, wie der Wasserfall aus einer „Dusch Das“ Werbung. Hier konnten wir uns ein bisschen abkühlen und ein paar Fotos schiessen. Chrissi, Caro und ich sind dann noch nach oben geklettert, von wo der Wasserfall herunter kam. Von dort hatte man eine wunderschöne Aussicht. Später machten wir uns dann auf den Rückweg, eben wieder durch den Fluss. Irgendwo mitten drin legte es dann Bernd so übelst auf den Hintern. Er hat selbstlos die Kamera und seinen Rucksack mit beiden Händen noch in die Luft gehalten und er selbst ist voll weggerutscht und konnte sich nicht mehr abstützen. Danach sagte er noch: „Vorsicht, der Stein hier ist ziemlich glatt!“ Caro muss das irgendwie nicht gehört haben, denn als sie auf den Stein trat, lag sie genauso mit dem Hintern im Wasser. Zum Glück ist nichts weiter passiert und beide konnten weiter laufen. Und so für die Aufheiterung für zwischendurch war es ja richtig gut. Wieder bei unseren Rollern angekommen prellten wir gleich unsere Parkgebühr über 50 Bath pro Roller und fuhren gleich weiter. Auf dem Rückweg überholten wir die Elefanten, sah echt zu witzig aus, als wir mit den Rollern an den Dickhäutern vorbei fuhren. Wir hatten noch mächtig viel Zeit und machten uns deshalb mal auf zu dem View Point, der auf der Karte eingezeichnet war. Dort machten wir dann kurz Mittag, bevor wir dann weiter nach Lanta Old Town fuhren. Das war ein kleines verschlafenes Nest mit absolut null Tourismus und vielen Holzhütten von den Thais. Von dort aus ging es dann wieder in den Norden. Dort machten wir dann noch einmal halt bei einer Fruchthändlerin. Die verwöhnte uns richtig. Ich trank und ass eine Kokosnuss, die anderen eine frisch geschnittene Melone, einfach paradiesisch. Im Anschluss daran fuhren wir wieder zu uns zurück ins Dorf und brachten die Roller zurück. Der Typ war glaub ich echt froh als er uns wieder gesehen hat und seine Roller noch alle ganz waren. Es war auch schon ziemlich spät, deshalb machten wir uns fertig und gingen wieder zu unserem Freund Frey zum essen. Heute sind wir dann auch bei Ihm in der Bar geblieben und haben noch ein paar Mojitos getrunken.
18.11.2007 12. Tag Die zweite Nacht war schon erheblich angenehmer als die erste, so ganz ohne Moskitos. Eigentlich wollten wir erst mal ein bisschen was Frühstücken, aber der Taxifahrer nahm es anscheinend übergenau mit der Uhrzeit. So hatten wir also keine Zeit mehr zu frühstücken und sattelten gleich auf. Allerdings stand noch ein weiteres Taxi hier, das war dann wahrscheinlich das Taxi, welches wir schon bei der Agency bestellt haben. Wir hatten auf jeden Fall unser Taxi und fuhren dann auch schon los. Es hat dann auch alles super geklappt und wir waren am Hafen angekommen. Ich hab mir noch schnell eine Donut geholt, denn so mit leerem Magen auf dem Schiff ist vielleicht nicht so gut. Wir und unser Gepäck waren dann auch schon auf der Fähre und schon ging es los. Auf der Fahrt nach Phi Phi Island, wo wir dann umsteigen mussten quatschte uns ein Typ zu, zwecks einem Taxi das wir bei Ihm für Phuket mieten könnten, welches uns dann von Hotel zu Hotel fährt und wir uns dann ein Hotel aussuchen könnten. Eigentlich war keiner so wirklich interessiert an seinem Angebot und deshalb haben wir es dann auch nicht genommen, aber er war irgendwie der Meinung, dass wir sein Angebot doch jetzt hätten nehmen müssen. Er war dann auf jeden Fall stink sauer und hat uns voll anschissen. Kurz vor Phi Phi Island mussten wir dann auf offenem Meer auf die andere Fähre umsteigen und der Kohleriker, welcher uns vorher das Taxi andrehen wollte über nahm da mal das Kommando. Zuerst sollten alle Passagiere, welche nach Phuket weiter fahren, auf die andere Fähre übersteigen. Danach wird dann das Gepäck verladen. Allerdings hatte jeder irgendwie die Befürchtung, dass sein Gepäckstück vergessen wird. Also standen alle da und warteten bis Ihr Rucksack verladen wurde. Die Angestellten von der Fähre wollten natürlich voranmachen und die Leute unter Deck bringen. Wir warteten auch noch so lange bis alle Rucksäcke von uns bei uns auf dem Schiff waren, bevor wir uns auf das Sonnendeck begaben. Zum Glück gab es dort erst mal was zu essen. Im Anschluss daran machte wie jeder andere auf dem Schiff erst mal ein Nickerchen. Irgendwann kurz nach Mittag sahen wir dann den Hafen von Phuket. Dort angelegt mussten wir erst mal unsere Rucksäcke aus dem riessen Haufen herausgraben. Auf dem Schiff haben wir dann schon beschlossen, dass wir uns dort am Hafen nicht wieder von irgendwelchen Typen zwecks Unterkunft zulabern lassen, sondern wir suchen gleich eine Travelagency auf. Das haben wir dann auch gleich gemacht und haben uns dort für das Baan Boa Resort in Patong entschieden. Das war mal wieder ein etwas besseres Hotel und das war uns allen auch ganz recht so. Mit zwei Taxis machten wir uns dann auf den Weg dorthin. Lotte, Kate und Bernd fuhren mit einem äusserlich total getunten Taxi, doch als es dann mal ein bisschen bergauf ging wurden sie sogar von den Rollerfahrern überholt. Endlich in Patong am Ban Boa Resort angekommen wurden wir aufs herzlichste begrüsst. Wir bekamen erst einmal einen Begrüssungsdrink, den man echt fast nicht trinken konnte, weil er so pap süss war. Aber wir tranken ihn doch alle. Das Hotel war echt sauber und hatte im Innenhof einen schönen Pool mit ein paar Liegen. Endlich hatten wir unsere Sache alle im Zimmer, konnten wir uns ein bisschen frisch machen, bevor wir Patong in bisschen erkundeten. Wenn man so aus der Einöde in eine solche Touricity wie Patong kommt, kann es schon passieren, dass man sich wieder zurück wünscht. Der Strand erinnerte mit den ganzen Sonnenschirmen und Liegen ein bisschen an Bibione und genauso auch die Strandpromenade. Wir waren am Anfang erst auf einem Markt wo man die ganze Zeit von rechts und links immer nur angelabert wurde, dass man doch was bei ihnen trinken solle. Beim ersten Restaurant wo uns mal keiner angelabert hat, sind wir dann auch zum Mittagessen geblieben. Die Frau war auch noch echt freundlich, bis auf dass sie uns das Dessert aus dem Menü, welches wir bestellt haben, verweigert hat. Wir schlenderten also noch ein bisschen über den Markt, hatten aber eigentlich schon genug von den ganzen nervigen Typen dort. Deshalb gingen wir noch einmal zurück ins Hotel und hauten uns noch ein bisschen an den Pool. Kate, Lotte und ich haben uns noch ein bisschen massieren lassen. Ich habe mal eine Fussmassage ausprobiert. Allerdings musste ich mich ziemlich zusammenreissen, dass ich nicht das lachen anfing, als sie mich an den Füssen massierte. Teilweise hat sie echt Stellen am Fuss erwischt die richtig weh getan haben. Im Anschluss an die Fussmassage hat sie mich tatsächlich noch genau an den Punkten am Rücken massiert die mir eigentlich weh getan haben. Ich war geheilt. Mein Rücken hat sich danach echt wie neu angefühlt, traumhaft. Nicht so wie beim letzten mal, wo ich nach der Massage sogar noch Muskelkater hatte. Für den Abend machten wir uns dann später fertig, da wir vor hatten, noch ein bisschen durch Patong zu bummeln und irgendwo dort zu essen. An der Strandpromenade wo die ganzen Stände aufgereiht waren, sah man die ganzen Pauschaltouris beim shoppen. Hier bekommst du echt alles vom I-Pod bis zu allen möglichen Klamotten. Das makaberste aber war fand ich, eine DVD und eine Infobroschüre über den Tsunami, der dort in Patong auch ziemlich starke Verwüstungen hinterlassen hatte. Wir waren alle ziemlich entsetzt darüber, dass die Leute damit auch noch Geld machen wollten. Später stellte sich aber heraus, dass es eigentlich von der Regierung aus verboten ist solche Dokumentationen über den Tsunami zu verkaufen. Auf der Suche nach einem geeigneten Restaurant, entschlossen wir uns für eine Pizzeria, in der wir die einzigen Gäste waren. Wir bestellten unsere Getränke und unsere Pizzen gleich zusammen, denn wir waren alle sehr hungrig. Bernd und ich hatten schon das erst Bier leer und das Essen war immer noch nicht da. Dann endlich kam die erste Pizza. Nach ein paar Minuten dann auch die zweite, so ging es dann auch weiter, bis auf meine Pizza waren dann eigentlich auch alle da. Meine kam und kam nicht. Chrissi musste mich schon mit Ihrer Pizza aushalten obwohl ich zuvor schon ein paar Bruscetta hatte. Alle schwärmten mir schon von ihrer Pizza vor, wie gut sie denn sei, da kam auch endlich meine. Sie war echt richtig gut. Das warten hat sich also gelohnt. Auf dem Rückweg hat man einfach gemerkt, dass Patong auch ein bisschen vom Sextourismus lebt, was man hier für alte Typen gesehen hat, die eine junge Thailänderin im Arm hatten. Echt schlimm. Man hat es auch vorher schon vereinzelt gesehen aber hier war es echt extrem. Da aber die schönen Erlebnisse in unserem bisherigen Urlaub überwogen, hat dieses Erlebnis keinen schlechten Einfluss auf das gesamte Bild von Thailand.
19.11.2007 13. Tag Den heutigen Tag hatten wir ganz und gar zum relaxen. So begannen wir den Tag mit einem ausgiebigen Frühstück. Es gab nämlich ein Frühstücksbuffet, welches sich die Mädels schon so sehr gewünscht haben. Im Anschluss daran haben wir uns gleich mal an den Pool gehaut und weitergeschlafen. Halt einfach richtig faul. Das haben wir uns auch einmal verdient und ausserdem ging unser Flieger auch erst um 19:30. Wir checkten schon aus und konnten unser Gepäck den Tag über an der Rezeption deponieren. Zu Mittag genehmigten wir uns dann noch ein kleines Club Sandwich und Chrissi, Bernd und Caro haben sich heute massieren lassen. Unser Taxi, welches wir auf 16:30 bestellt hatten war dann natürlich noch etwas eher da, so dass wir uns zum Schluss doch noch ziemlich beeilen mussten, damit wir noch rechtzeitig fertig wurden mit Umziehen. Am Flughafen von Phuket hatten wir dann noch so viel Zeit, dass wir noch einen kleinen Snack beim Burger King zu uns nahmen, der dort echt saugünstig war. Danach war unser Flug offen und wir konnten einchecken. In der Wartehalle konnten wir dann noch ein bisschen in den Geschäften stöbern. In einer Buchhandlung haben wir uns Bilderbände von Thailand angeschaut und in einem Lonly Planet über Good old Germany haben wir dann mal gelesen was es so interessantes in Bayreuth gibt und was über die Wies`n so drin steht. Kurz vor halb acht konnten wir dann auch in den Flieger einsteigen und waren auf dem Weg in Richtung Bangkok. Am Flughafen in Bangkok haben wir uns dann gleich ein Ticket für ein offizielles Taxi geordert. Denn irgend so einem illegalem Taxi wollten wir nicht auf den Leim gehen. Das klappte dann auch alles super und wir sassen in einem Taxi zu unserem Hotel „Menam Riverside“. Der Taxifahrer war voll locker drauf und hat mich als Beifahrer gleich mal über uns total ausgefragt. Er wollte dann wissen, was wir so in Bangkok vor hätten. Als ich ihm erzählte, dass wir uns morgen die Tempel und die Königspaläste anschauen wollten, hat er doch zufällig eine Tochter, die Stadtrundfahrten anbietet. Die hat er dann auch gleich mal angerufen und mir sein Handy gegeben. Da wir aber eigentlich das ganze auf eigene Faust machen wollten, musste ich sie irgendwie abwimmeln. Endlich, nach fast einstündiger Fahrt waren bogen wir in den Innenhof unseres Hotels ein. Zuerst machte es keinen so guten Eindruck, doch als wir dann mit dem Auto dann davor hielten, waren wir alle begeistert. Die Kofferjungs haben uns gleich mal die Rucksäcke wieder abgenommen und für uns getragen. An der Rezeption wurden wir dann sogar von einem Deutschen bedient, der gerade ein Auslandspraktikum für sein Studium in Hof hier in Bangkok absolvierte. Der war echt voll nett, hat uns dann auch gleich über alles Mögliche und wissenswerte hier in Bangkok informiert. Wir konnten dann auch gleich auf die Zimmer und waren erst mal von unserem traumhaften Ausblick über die Skyline von Bangkok überwältigt. Das Hotel lag ja direkt am Fluss der mitten durch Bangkok führt, und so stellte das eine wunderbare Kulisse dar. Den Abend haben wir noch gemeinsam bei Caro und Lotte auf dem Zimmer bei einer Flasche Whisky-Cola und Uno Uno ausklingen lassen. Morgen sollte es ein anstrengender Tag werden.
20.11.2007 14. Tag Die erste Nacht im Luxushotel in Bangkok haben wir alle super überstanden. Ist auch kein Wunder, wenn man zwei Wochen in Bambushütten mit tausenden von Moskitos bei über 30 Grad schläft, dann kommt man sich hier im Hotel schon vor wie ein König. Aber so lernt man das erst mal wieder zu schätzen, was bei uns daheim immer selbst verständlich ist. Wir trafen uns alle gesammelt beim Frühstück und es war ein verdammt grosses Frühstück. Es gab eigentlich nichts, was es nicht gab. Also grade genug für uns. Wir schlugen uns erst einmal die Bäuche voll und gingen dann gleich zu der Hoteleigenen Bootsanlegestelle, von der man direkt zum Central Pier gebracht wurde. Auf dieser Fahrt fuhr man an den ganzen grossen Hotels, aber auch an den Holzbaracken der ärmeren vorbei. Man Sah wie die Leute von Ihrem Balkon aus die Angel in den Fluss hielten. Allerdings wenn man sich die Farbe des Flusses anschaute, konnte man sich nicht wirklich vorstellen, dass der gefangene Fisch auch wirklich gesund sein sollte. Einige bereiteten gerade in der brütenden Hitze eine thailändische Spezialität zu. Stockfisch, dass sind Fischfilets an der Sonne getrocknet. Vom Central Pier aus konnte man dann entweder mit einem Boot oder dem Sky Train weiter fahren. Wir lösten ein Tagesticket für alle öffentliche Schiffe auf dem Mae Nam Chao Phraya und fuhren weiter an China Town vorbei bis zum Wat Arun. Um zu diesem direkt am Fluss liegenden Tempel zu kommen mussten wir erst noch das Flussufer wechseln. Dort am Tempel war natürlich die Hölle los, wir beschlossen uns diesen Tempel nur mal von aussen anzuschauen, denn wenn wir jeden einzelnen Tempel besichtigen würden, wären wir wahrscheinlich noch Wochen in Bangkok unterwegs. Man dachte gar nicht, dass es so warm werden konnte, aber wir waren trotz dem komplett bewölktem Himmel immer voll am schwitzen. Deshalb musste man auch immer zu etwas trinken. Wieder auf der anderen Flussseite angekommen, machten wir uns zu Fuss auf zum Wat Pho. Dort musste man dann wie fast bei jedem Tempel 50 Bath Eintritt zahlen. Im Inneren befand sich nämlich der liegende Buddha. Man musste seine Schuhe ausziehen und die Mädels mussten Ihre Schultern mit einem Tuch bedecken. Der liegende Buddha war überdimensional gross, ca. 4m hoch und 30m lang und ganz aus Gold. Würde sich als etwas schwer gestalten, den zu klauen. Im Anschluss an den liegenden Buddha bummelten wir noch ein bisschen durch den Rest des Komplexes. Die ganzen Häuser waren über all mit Gold und glänzenden Steinen verziert. Selbst die Dächer hatten Muster und alles sah ganz neu aus. Teilweise waren sie auch noch am bauen und renovieren. An einer Stelle lagen ein paar Dachziegeln herum und Kate hat sich einfach mal eine eingesteckt. Zu hause hat sich dann herausgestellt, dass sie den Ziegel für den Rückflug einfach in Bernds Rucksack eingepackt hatte, ohne ihm davon etwas zu sagen. Als nächstes ging es dann auf einem kleinen Umweg zum Grand Palace, dem grössten Tempelkompelx. Am Eingang wurde sehr streng kontrolliert, ob auch wirklich jeder die passende Kleidung, knielange Hose und Schulter bedecktes Oberteil anhatte. Chrissi, Lotte und Kate mussten sich noch eine traumhaft aussehende Bluse überschmeissen. Mit der sahen sie dann aus wie ein paar Krankenschwestern und mit mir dann noch dazu ganz in Weiss, hätten wir auch Klinik unter Palmen drehen können. Wir lösten unsere Tickets und gingen zuerst zum Phra Siratana Chedi. Das ist ein Kegelförmiger Tempel ganz aus Gold. Von dort aus ging es dann weiter zum Tempel des Smaragdbuddha, Ubosoth. Der Smaragdbuddha ist quasi der Buddha der Buddhas. Der 55cm grosse goldene Buddha steht ganz oben auf einem goldenen spitz zulaufenden Altar, der ebenfalls mit ganz vielen Figuren und Verzierungen geschmückt war. Dieser Buddha wird dann zu Beginn jeder Jahreszeit vom König Bumibohl höchst persönlich umgekleidet, denn der Buddha hat für jede Jahreszeit sein spezielles Gewand. Vor dem Eintritt musste man wieder seine Schuhe ausziehen und die Schultern bedecken. Als man den Tempel betrat sah man eine Verbotstafel auf der stand, wie man sich zu verhalten hat. Fotos durfte man keine machen und wenn man sich vor den Buddha kniete durfte man ihm auch nicht seine Füsse entgegen strecken, sondern sie nach hinten anwinkeln. Viele Thais und Mönche sassen vor dem Buddha und beteten, als Tourist ist man sich fast ein bisschen fehl am Platze vorgekommen. Nach ein paar Minuten gingen wir dann wieder nach aussen und schauten uns noch die verschiedensten Gebäude rings herum an. Da war die Bibliothek namens Phra Mondop und das königliche Pantheon namens Prasat Phra Dhepbidorn und die Handschriften Bibliothek namens Hor Phra Monthien Dharma. Ein bisschen weiter vorbei an der Amarind Winitchai-Halle kamen wir zur Chakri Maha Prasat-Halle, wo der bald anstehende Geburtstag des Königs Bumibohl gefeiert wird. Aus diesem Grund waren auch viele Gärtner in dem kleinen Garten vor dieser Halle intensiv damit beschäftigt alles auf Vordermann zu bringen. Ein paar kletterten in den grossen Bonsaibäumen herum und schnitten die Kugeln ganz behutsam nach. Vor dieser Halle waren auch einzelne Soldaten der Nationalgarde positioniert. Diese durften sich genauso nicht bewegen wie die in England. Zwischendurch kam dann eine Kompanie zur Ablösung, da es ziemlich anstrengend sein muss bei diesen Temperaturen in der Uniform so lange still zu stehen. Wir verliessen den Tempelbereich und gingen nun noch in das Museum wo man die königlichen Abzeichen und Münzen, die Gewänder des Smaragdbuddhas sowie viele Samurai Schwerter sehen konnte. Als wir dann fertig waren und das Grand Palace wieder verliessen, wollten wir noch zur Giant Swing und zum Was Saket dem goldenen Berg. Natürlich laberte uns gleich ein Typ an und fragt uns wo wir denn hin wollten. Er hatte natürlich gleich zwei Tuk Tuk`s an der Hand und lies uns einsteigen. Als wir den Tuk Tuk Fahrern dann erklären wollten wo wir hinwollten, stellten die sich ein bisschen blöd und sagten, sie fahren uns erst noch wo anders hin und dann erst zu den Sehenswürdigkeiten wo wir hinwollten. Das kam uns schon etwas komisch vor und wir stiegen wieder aus. Denn in den Reiseführern stand immer, man sollte sich nicht von irgendwelchen Leuten ein Tuk Tuk geben lassen, die einen immer erst zu irgendwelchen Schneidern oder Juwelieren fahren. Also liefen wir ein Stück zu Fuss und fragten irgendeine Typen auf der Strasse wie man am besten dort hinkommt. Der war total freundlich und hat uns alles Mögliche noch erklärt. Zwei Tuk Tuk`s standen auch schon da und schon ging es für 50 Bath los. Eigentlich schon etwas komisch, dass der uns für einen Euro durch halb Bangkok chauffiert, dachten wir uns. Es war dann auch ein bisschen komisch, denn als erstes waren wir irgendwo in Bangkok bei einem kleinen Tempel wo man alle drei Buddhas, den liegenden, den stehenden und den sitzenden sah. Die waren allerdings alle aus Plastik und als wir uns alles so anschauten wurden wir von einem Thai gefragt, wie wir hier her kommen, da sonst nie Touristen hier sind. Da wussten wir schon, dass wir trotzdem solchen Harlunken auf den Leim gegangen sind. Wir sagten noch einmal, dass wir jetzt zu den ausgemachten Punkten wollten. Er sagte immer: „Yes, yes.“ Und fuhr weiter. Nach einer weiteren heissen Etappe durch Bangkok standen wir vor einem Schneider und der Tuk Tuk Fahrer hat halt noch gesagt wir sollen einfach ein bisschen in dem Laden bleiben, damit er seine Kommission bekommt. Wir waren noch ein bisschen mehr genervt und gingen in den Laden. Die quatschten uns dann zu und Bernd und ich sollten uns einen Anzug raussuchen. Aber wir wollten eigentlich nur zu diesem Wat Saket. Wir gingen wieder raus zu unseren Tuk Tuk`s und waren noch mehr angesäuert. Wir machten dem Typen noch mal klar, dass er jetzt endlich dort hinbringen solle, wo wir ausgemacht haben. Er immer nur: „Yes, yes.“ Es ging also wieder weiter und wenn wir anhand der Strassennamen und dem Stadtplan ein bisschen mitverfolgten, wo wir hinfuhren mussten wir feststellen, dass es wieder irgendwo anders hinging. Tatsächlich war es dann auch so. Wir bogen in einen Innenhof ein wo sich ein Juwelier befand. Dort sollten wir dann auch noch rein. Die Verkäuferin sah uns schon an, dass wir eigentlich gar keinen Bock auf das ganze Zeug hatten und einfach nur genervt waren. Wir liefen dann auch im Steckschritt durch den Laden, verbrachten die 15 Minuten darin und suchten unsere Tuk Tuk`s. Inzwischen waren wir schon total genervt. Chrissi hat schon gesagt: „Wenn der uns jetzt nicht umgehend da hinbringt, wo wir ausgemacht haben, passiert was.“ Wir verfolgten wieder die aktuelle Fahrstrecke anhand unseres Stadtplans und tatsächlich wir nährten uns dem Wat Saket. Endlich dort angekommen wo wir wollten, drückten wir dem Fahrer, der inzwischen auch schon ziemlich angenervt war, die 50 Bath in die Hand und gingen zu Fuss weiter. Wir kamen in eine Strasse, wo gerade ein Markt aufgebaut wurde. Etwas weiter war noch ein Markt auf dem es alles Mögliche zu Essen gab. Nach unwesentlichen 2,5 Stunden standen wir endlich am Aufgang zum Wat Saket. Oben im Inneren waren wieder einige Altare aufgebaut vor denen die Einheimischen beteten, überall duftete es nach Räucherstäbchen und ein Mönch sagte einer Familie die Zukunft voraus. Man konnte dann noch eine Etage höher auf die Aussichtsterrasse von wo aus man einen schönen Ausblick über die Dächer von Bangkok hatte. Der oberste Teil des Wat Saket war in Stoffbahnen gehüllt worauf die Thais Wünsche und Grüsse darauf schrieben. Wieder unten angekommen, war der Markt inzwischen fertig aufgebaut. Wir schlenderten noch bis zum Ende und überlegten uns erst mal in welche Richtung wir jetzt überhaupt weiter laufen müssen. Wir standen gar nicht lange, da kam schon ein Mann auf dem Mofa zu uns. Er war von der Touistpolice, die es in Bangkok gab. Er erklärte uns den genauen Weg und schon ging es weiter. Auf dem Weg zum Fluss kamen wir sogar noch an der Giant Swing vorbei und irgendwann nachdem wir durch ziemlich extreme Gassen gelaufen sind, waren wir wieder am Fluss angekommen und hatten auch gleich eine Anlegestelle ausfindig machen können. Endlich sassen wir wieder im Boot Richtung Central Pier. Dort angekommen verpassten wir natürlich gerade so unser Boot zum Hotel. Wir waren alle schon ziemlich fertig und jetzt mussten wir auch noch so lange rum sitzen. Irgendwann kam dann doch mal wieder das Boot, wir fuhren zurück und gingen alle gleich direkt auf die Zimmer und hauten uns in die Koien.
21.11.2007 15. Tag Für unseren zweiten Tag in Bangkok stand Shoppen auf dem Programm. Wieder gut gestärkt ging es mit dem Boot wieder in Richtung Central Pier. Von dort aus fuhren wir dann heute mit dem Sky Train weiter in Richtung Shoppingmeile. Wir gingen zuerst in das riessen grosse Siam Center, welches aber eher so das nobel Ding sein sollte. Das war es dann auch, man bekam wirklich alles von Ed Hardy über Lacost bis Boss usw. Wir waren deshalb dann doch nicht so lange dort und suchten das gegenüberliegende MBK Center auf. Dort sollte es dann die gefälschte Billigware geben. Als wir hineinkamen schauten wir uns erst einmal ein bisschen gemeinsam um, doch stellten wir fest, dass die Mädels einen gewissen shopping Zwang verspürten. Ist auch kein Wunder bei 6 Etagen, wobei jede Etage ein eigenes Kaufhaus hätte sein können. Deshalb trennten wir uns und machten einen Treffpunkt aus. Bernd und ich holten uns erst einmal einen Lageplan, damit wir wussten wo wir überhaupt gerade sind und wo wir uns später treffen. Wir bummelten also los, doch als wir ein paar Abteilungen und Shops durchgemacht hatten, stellten wir fest, dass es nicht so das Wahre ist. Also gingen wir erst mal in das oberste Stockwerk, wo eine Bowlingbahn und ganz viele Restaurant waren. Ich nahm mir einen Shake von Star Bucks mit, bevor wir uns wieder in das Getümmel warfen. Als wir in einem Laden angekommen waren, der nur aus kleinen Gassen und kleinen Läden bestand haben wir dann leicht den Überblick verloren und wussten nicht mal mehr wo wir waren, geschweige denn wie wir wieder hier herauskommen sollten. Irgendwann haben wir dann eine Rolltreppe gesichtet und konnten in eine andere Etage fliehen. Wir dachten uns noch so, dass wäre eigentlich der perfekte Laden für unsere Mädels. Und tatsächlich, als wir uns später wieder trafen, erzählte jede, wie toll doch der eine Laden war. Bernd und ich hatten dann aber die Nase voll und flüchteten in das Erdgeschoss und direkt zum Burger King. Dort genehmigten wir uns dann erst mal ein Menü. Wieder zu einem Spot Preis, für umgerechnet 3 Euro aber in der XL-Version. Nach dem kleinen Lunch schauten wir dann noch kurz auf den anderen Etagen vorbei, wo wir bis jetzt noch nicht waren, so dass wir eigentlich alles im MBK mal gesehen haben. Irgendwo dann vor den Aufzügen haben wir dann auch noch zufällig unsere Mädels wieder getroffen, zum Glück muss man sagen, denn ich glaube nicht, dass wir den ausgemachten Treffpunkt je wieder gefunden hätten. Alle ein bisschen enttäuscht von den Shoppingmöglichkeiten machten wir uns dann wieder auf den Rückweg zum Hotel. Zuvor kehrten wir noch im Hardrock Cafe und im Pizza Hut ein. Bei unserer Pizza beschlossen wir, dass wir uns am Abend dann einmal das sehr sehenswerte Thai-Boxen anschauen. Eigentlich ganz einfach ging es mit dem Sky Train wieder zurück zum Central Pier und von dort aus zum Hotel. Wir machten uns kurz frisch und dann ging es wieder mit dem Boot zum Central Pier. Ich ging noch vorher zu einem Schneider gleich beim Hotel und lies mir die Masse für zwei Anzüge nehmen, die ich dann am Abend darauf fertig abholen kann. Vom Central Pier ging es dann mit dem Sky Train bis zum Sala Daeng und von dort aus weiter von der Metrostation Si Lom bis zur Station Lumphini. Zum gleichnamigen Boxstadion sind wir dann gar mit einem Tuk Tuk gefahren. Wir hatten uns heute Nachmittag extra noch einmal die Preise für das Thai-Boxen sagen lassen, jedoch als wir dort an der Kasse standen, hat es uns fast die Schuhe ausgezogen. Es war nämlich so, dass man als Tourist nur in die teuerste Kategorie gehen durfte und die kostete umgerechnet 20 Euro. Hingegen die Thais haben 3 Euro gezahlt. So ein komischer Typ hat mir dann das ganze erklärt und hat gemeint, die zahlen deshalb nicht so viel, weil sie dort dann wetten und es ausserdem auch noch staatlich gefördert ist. Jedoch nicht nur wir kamen uns ein bisschen verarscht vor, bei der ganzen Sache. Es waren auch noch viele andere Touristen vor dem Stadium, die sich auch dachten, dass kann nicht sein. Wir beschlossen dann, einmal in die bekannte Backpackerstrasse Sukhumvit-Road zu fahren. Allerdings mussten wir in zwei Taxis mit je drei Leuten fahren und wussten ja nicht wo uns der jeweilige Taxifahrer raus lässt. Es dauerte bis wir alle ein Taxi hatten der mit Taxometer abrechnet. Aber irgendwann sassen wir mal im Auto und fuhren los. Am Eingang lies er uns dann raus und wir warteten auf die Anderen, die allerdings vor uns losgefahren sind und demnach schon da sein müssten. Wir warteten noch ein bisschen, bis wir mit dem Handy feststellten, dass der Rest genau am anderen Ende der Strasse abgesetzt wurde. Wir bummelten ein bisschen von Stand zu Stand, denn hier gab es zu genügend. Nachdem wir etwas getrunken hatten und ein bisschen eingekauft hatten. Gingen wir noch in eine Kneipe, wo es super Live Musik gab und das Bier in Strömen floss. Dementsprechend sahen wir dann auch aus und schwankten noch einmal zu einem kleinen Mitternachtsimbiss zum Burger King. Danach ging es dann mit dem Taxi zum Hotel.
22.11.2007 16. Tag Nachdem wir die letzten beiden Tage so viel auf den Beinen waren, beschlossen wir heute einen ruhigen Tag einzulegen. So begannen wir nach dem Frühstück mit relaxen am Pool. Ich besichtigte einmal den Rest des Hotels etwas genauer, während die Anderen ein kleines Nickerchen hielten. Caro hatte dann ein klasse Spiel auf Lager, bei dem man sich hinknien musste, seinen Ellenbogen an das Knie anlegen musste und den Unterarm ausstrecken. An die vorderste Fingerspitze stellte man dann einen kleinen Gegenstand. Nun musste man die Arme auf den Rücken nehmen und versuchen, den Gegenstand mit der Nasenspitze umzuwerfen. Das Verrückte dabei war, dass es die Frauen schafften und die Männer nicht. Für alle anderen Hotelgäste die ebenfalls mit am Pool lagen waren wir sicherlich eine grosse Attraktion. Vor allem, nachdem wir die Welle durch uns hindurch haben fliesen lassen. Am späten Nachmittag machten wir uns dann doch noch einmal in Richtung Stadt auf. Die Frauen wollten auf den grossen Suan Lum Night Bazaar gleich beim Lumpini Boxing Stadium. Mit dem Sky Train und der Metro waren wir ganz schnell dort. Es war wirklich ein sehr schöner Markt und vor allem gab es nicht nur T-Shirts und billigen Tourischrott, sondern richtig schöne künstlerische Sachen. Da Kate, Lotte, Caro und Chrissi schon wieder dem Einkaufen verfallen waren und ich sowieso bis spätestens 22:00 wieder bei dem Schneider sein musste, kapselten sich Bernd und ich ab und fuhren zurück. Wir waren extrem schnell wieder beim Hotel, sogar noch vor zehn Uhr. Deshalb genehmigten wir uns auf der Terrasse der Bar noch einen Drink bevor wir beim Schneider mal vorbeischauten. Als es zehn war und wir bei Ihm eintrudelten, war natürlich noch kein Anzug da. Er vertröstete uns und bot uns ein Bier an, zu dem wir natürlich nicht nein sagten. Er verliess dann den Laden und kam ein paar Minuten später wieder mit zwei Dosen Bier in der Hand, die jetzt extra für uns aus dem Supermarkt geholt hat. Dann hielt auch schon ein Roller vor dem Laden und ein Kurier brachte die Anzüge. Die Dinger haben echt super gepasst, nur war ich etwas misstrauisch, weil sie ja so schnell fertig waren. Aber sie waren echt super gut verarbeitet. Kurz darauf kamen dann auch noch die Mädels in den Laden und erzählten von Ihren Errungenschaften. Gemeinsam gingen wir dann ins Hotel und bestellten für morgen nach dem Frühstück noch ein Taxi, dass uns zum Flughafen bringt und verabschiedeten uns alle in die Betten.
23.11.2007 17. Tag Heute stand also der lange Rückflug an. Nach dem Frühstück und dem Auschecken, standen wir mit unserem Gepäck bereit für das Taxi. Doch irgendwie ist unser bestelltes Taxi wohl untergegangen, denn keines war für uns reserviert. Das ist dann aber gleich korrigiert worden und wir waren unterwegs Richtung Flughafen. Am Flughafen checkten wir gleich ein uns verbrassten unsere letzten Bath noch beim Geschenke einkaufen oder beim Burger King. Bei der Handgepäckkontrolle musste Lotte Ihre systematisch eingeräumte Tasche noch ausräumen, weil sie Ihre Nagelfeile noch darin hatte. Den Flug haben wir mehr oder weniger gut überstanden. Als wir aus dem Flieger in München ausstiegen wurden wir schon mit unseren Ausweisen kontrolliert dann noch einmal an der eigentlichen Passkontrolle. Nachdem wir unser Gepäck hatten und ich meine Anzüge in dem neckischen Versache Kleidersack über alle Rucksäcke auf den Wagen gelegt habe, wurden wir natürlich beim Zoll auch noch einmal rausgezogen. Der gute Zollbeamte wollte dann die Quittung für die Anzüge sehen. Mit der ist er dann an seinen Computer, von dort dann zu seinem Kollegen, da er anscheinend selbst nicht genau bescheid wusste. Als er dann wieder bei uns war sagte er dann: „Also eigentlich hat jeder Fluggast einen Freibetrag von 170 Euro und auf den Mehrbetrag von 50 Euro muss man dann 5% Zoll zahlen!“ Ich hätte dann fast schon zahlen wollen, als Chrissi dann gleich reagierte und dem Guten Zollbeamten erklärte, dass ein Anzug mir gehört und der andere Bernd und nur ich mit meiner Kreditkarte beide gezahlt habe. Der Typ war dann glaube ich recht froh über diese Antwort, denn so ist ihm der ganze Papierkram erspart geblieben, den er wegen den 2,50 Euro gehabt hätte. Lottes Freund Christian wartete schon auf uns am Ausgang und ging dann gleich mit Caro Ihr Auto holen. Caro hatte zu Beginn noch etwas Probleme mit der wieder Umstellung auf Rechtsverkehr, hat uns dann aber noch einwandfrei nach hause gebracht.
Ende
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