Nicaragua, Costa Rica & Panama 2006![]()
Diesmal machten wir uns zu zweit mit unseren Rucksäcken auf den Weg. Nach langen Überlegungen und wälzen diverser Reiseführer, haben wir uns für Zentral Amerika entschieden. Wir freuten uns auf einen abenteuerlichen und abwechslungsreichen Urlaub und wir sollten auch nicht enttäuscht werden. Aber lesen Sie selbst.
Die Karte:
Der Reisebericht:
06.04.2006 1. Tag: Am 06.04.06 ging es endlich los. Das lange warten hat sich gelohnt. Um 20:00 am Vortag machten wir uns schon auf den Weg nach München, von wo aus unser Flieger am nächsten Tag um 9:00 abheben sollte. Um Mitternacht waren wir schon am Airport, deshalb versuchten wir auf den unheimlich bequemen Sitzbänken uns die Nacht um die Ohren zu schlagen. Endlich war es Morgen und wir checkten ein. Dann hiess es noch ein wenig warten bis die Maschine startklar war. Pünktlich machten wir uns auf den Weg nach Amsterdam, von wo wir unseren nächsten Flug nach Orlando hatten. Jedoch hatten wir erst noch zwei Stunden zu warten. Nach 8 Stunden im Flieger waren wir dann endlich mal in Orlando, wo wir schon ziemlich fertig waren. Dann kamen da noch die „Amis“ mit Ihrer peinlichst genauen Passkontrolle, die sich ewig in die Länge zog, da jeder einen Fingerabdruck und ein Foto machen musste. Endlich sassen wir im Flieger nach San José (Costa Rica), eigentlich war keiner mehr so recht motiviert noch mal vier Stunden in dem Vogel zu sitzen, aber was tut man nicht alles für seinen Urlaub der etwas anderen Art. Nachdem wir dann insgesamt 17 Stunden unterwegs waren, hatten wir endlich Costa Ricanischen Boden unter den Füssen. Am Ausgang wurde man von ca. 30 Taxifahrern empfangen, die einen in die Stadt bringen wollten. Zum Glück hatten wir schon ein Taxi organisiert, dass uns zu unserer Unterkunft brachte. Im „Tranquillo Backpackers“ angekommen, checkten wir gleich ein und vielen todmüde nach einer lang ersehnten Dusche ins Bett. In der Nacht wachte ich einmal auf und hört ganz in der Nähe der Unterkunft auf einmal Geschrei und Schüsse. Da dachte ich daran wie Mirko mich vorher noch fragte ob wir noch ausgehen wollen. Na ja gute Nacht.
07.04.2006 2. Tag: Frisch erholt am nächsten Morgen wachten wir alle beide recht früh auf und waren voller Tatendrang. Nach einem ausgiebigem Frühstück (selbstgemachter Pancake mit Ahornsirup und einer Tasse Cafe) machten wir uns mit unseren Rucksäcken auf den Weg zum „Coca Cola“ Busterminal von wo aus unser Bus an die Pazifikküste nach Jaco abfuhr. Wir wollten uns nicht so lange in San José aufhalten, da im Reiseführer auch schon stand, dass die Stadt an sich nicht so sehenswert sei, was sich im Nachhinein auch bewahrheitete. Auf dem Weg zum Terminal suchten wir uns den Weg mit unserem Stadtführer, wobei wir jedes mal wenn wir darauf schauten zuerst in einen Laden gingen um nicht als Ahnungslose aufzufallen, denn San José ist ein ziemlich heisses Pflaster, wie man in der Nacht zuvor auch hören konnte. Endlich waren wir im Bus und waren guter Dinge, was uns an der Pazifikküste in Jaco erwarten würde. In Costa Rica Bus zu fahren ist ein wahres Erlebnis. Ersten die Busse an sich sind alte ausrangierte amerikanische Schulbusse oder sonstig alte Busse mit denen aber wie verrückt über die verdammt schlechten Strassen gerast wird. In Jaco angekommen, machten wir uns bei drückenden geschätzten 35 Grad und extremer Luftfeuchtigkeit auf um eine passende Unterkunft zu finden. Mit dem „Hotel de Hahn“ das von einem Holländer geführt wurde landeten wir einen wirklichen Treffer. Wir hatten sogar einen eigenen Pool und der Strand war auch nicht weit entfernt. An diesem Tag gingen wir noch einmal kurz an den Strand und stürzten uns gleich in die monströsen Wellen. Was ich noch vergessen habe zu erwähnen, ist dass Jaco eines von mehreren Mekkas für Surfer (Wellenreiter) ist. Am Abend sassen wir noch am Pool mit ein paar Amerikanern die es in Jaco und auch allgemein in Costa Rica zu hauf gab. Aber es war echt chillig mit einem Imperial (Bier aus Costa Rica) in der Hand mit den ganzen Amis zu quatschen.
08.04.2006 3. Tag: Eine Dänin hat uns am Vorabend noch gesagt das heute ein Surfwettbewerb am „Playa Hermosa“ stattfindet. Daraufhin beschlossen wir uns das doch mal näher anzusehen. Wir kauften noch etwas zum Frühstücken ein, genauer gesagt kaufte ich mir eine verdammt frische Honigmelone, eine Mango und eine Ananas, die kann ich Euch sagen verdammt geil geschmeckt haben. Aber das ist Karibik. Am Playa Hermosa angekommen waren die Surfer schon alle „am Reiten“. Es war wirklich beeindrucken so etwas mal aus der Nähe und live zu sehen. Die Wellen waren noch mal um einiges grösser als in Jaco und so war es schon gigantisch. Der Contest wurde von „Red Bull“ gesponsert und so war es nicht verwunderlich, dass die besten Wellenreiter aus Zentral Amerika daran teilnahmen. Die Sonne brannte den ganzen Tag hammerhart herunter und wir Weissheute natürlich gleich voll in die Sonne, denn man will ja schliesslich schnellstmöglich braun werden. Der Schwarze Sand an diesem Strand war so heiss durch die Sonne, dass man ohne Schuhe gar nicht darauf laufen konnte, man verbrannte sich regelrecht die Sohlen. Nachdem wir einige Zeit den Surfern zugesehen hatten wollten wir auch mal die Kräfte der Wellen Testen und ich sag Euch die hatten es in sich. Teilweise wusstest du gar nicht mehr wo oben und unten ist, so haben dich die Wellen durch die Gegend geschleudert. Aber war lustig. Wir machten uns so langsam auf den Weg zurück nach Jaco. Am Strand öffnete Mirko noch eine Kokosnuss, die wir zusammen tranken und assen. Wir entschlossen uns zu Fuss zurück nach Jaco zu gehen. Die Sonne brannte immer noch gnadenlos auf den Asphalt. Es war dann doch noch ein ganz schönes Stück zu laufen aber das ist Adventure. Am Stand angekommen gönnten wir uns einen kühlen Mangoshake um uns etwas zu erholen. Als wir uns gegenseitig anschauten, mussten wir feststellen, dass wir uns ziemlich verbrannt hatten.
09.04.2006 4. Tag: Früh aufgestanden ging es schon los. Mirko hatte es gestern mit der Sonne ziemlich extrem erwischt. Er konnte kein Auge nachts zumachen, da es überall weh tat, wo er sich hinlegte. Ich hatte ebenfalls einen Sonnenbrand auf dem Rücken. Mirko war an diesem Tag absolut nicht im Stande auch nur irgendwas zu tun, geschweige denn mit dem Bus nach Quepos zu fahren. Was wir eigentlich heute vorhatten. Aber es wäre unmöglich für uns gewesen, unsere Rucksäcke auch nur aufzusetzen. Deshalb beschlossen wir kurzfristig doch noch einen Tag länger zu bleiben, um uns etwas zu erholen. Mirko blieb den ganzen Tag im Zimmer uns schlief. Ich erkundete ein wenig Jaco und sass noch am Strand. Jedoch mit einem T-shirt und auch noch im Schatten. Denn die Sonne brannte auch heute wieder extrem. Im grossen und ganzen machten wir also nicht viel an diesem Tag, jedoch glaube ich war es das beste solch einen Tag einzulegen. Am Abend gingen wir noch zusammen Essen und ich genehmigte mir noch eine schöne Zigarre bevor wir todmüde ins Bett fielen obwohl wir gar nichts gemacht hatten.
10.04.2006 5. Tag: Aufgestanden musste Mirko feststellen, dass seine „Schälung“ schon begonnen hatte, was ihn Tierisch annervte, da er vorhatte als Neger wieder nach Deutschland zurückzukehren. Diese „Schälung“ nahm jedoch ein fürchterliches Mass an, das man Angst haben hätte müssen, dass er hoffentlich keine gesundheitliche Schäden davonträgt. Etwas gequält setzten wir unsere Rucksäcke mit schmerzverzerrten Gesichtern auf und holten uns erst mal was zum Frühstück. Danach mussten wir in Erfahrung bringen wo der Bus nach Quepos hält. Jedoch versuch einmal einer spanisch sprechenden Person klarzumachen was du willst. Mit meinen paar Brocken italienisch habe ich es dann versucht, jedoch war von jedem die Antwort gleich, so dass man irgendwie gedacht hatte, dass es denen völlig am Arsch vorbei geht was man von Ihm wollte. Aber die Antworten haben sich doch bewahrheitet und wir sassen kurz darauf im Bus nach Quepos, wo wir am frühen Nachmittag eintrafen. In Quepos fanden wir eine Unterkunft die wir in Jaco schon auf einem Flyer begutachtet hatten. Es war ein Bungalowkomplex in dessen Mitte ein kleiner Pool mit Liegemöglichkeiten zum sonnen und baden einlud. Ich brauchte zuerst mal eine Abkühlung die ich mir im Pool holte. Mirko wollte wegen seinem seiner Meinung entstelltem Gesicht nicht unter Menschen. Am Pool kam man schnell mit den Mädels ins Gespräch. Ein paar waren aus Kanada und ein paar aus den Staaten. Alle hatten natürlich mit Mirko Mitleid, als er sich doch mal so halb vermummt am Pool blicken lies. Von einer der netten Mädels bekam er den Tip sein Gesicht mit Aloe Vera einzumassieren. Da er sich aber mit seinem Gesicht nicht ein Geschäft begeben wollte, verband ich das ganze mit einem Einkauf und einem kleinen Stadtbummel. Mirko deckte sogleich alle seine verbrannten Hautpartien mit Aloe Vera ab und hoffte auf Besserung. Am Abend sassen wir noch gemütlich mit den anderen zusammen am Pool und unterhielten uns köstlich bei einer Flasche „Ron de Nicaragua“. Wir verabredeten uns für den nächsten Morgen um zusammen in den nahe gelegenen „Parque National de Manuel Antonio“ zu fahren.
11.04.2006 6. Tag: Leicht verpennt (3 Std. später als verabredet) kriechen wir aus unseren Koien. Muss der Rum gewesen sein, der uns so gut hat schlafen lassen. Leicht verspätet machten also auch wir in Richtung Manuel Antonio wo angeblich der schönste und artenreichste Nationalpark auf uns warten sollte. Während wir auf den Bus warteten holten wir uns noch eine Kleinigkeit zum Frühstück. Nach einer kurzen Busfahrt waren wir in Manuel Antonio angekommen und wie sollte es anders sein, war alles mit Souvenirständen zugepflastert. Im Park angekommen waren wir guter Dinge endlich das Nationaltier von Costa Rica zu sehen, den „Tucan“. Lustig war auch den Guides zuzusehen, die den Leuten mit Fernstechern in den Baumgipfeln zeigten welche Vögel dort sitzen sollten. Ca. 10 Personen sahen gespannt nach oben, wenn man selber man mal geschaut hat, hat man genau nichts gesehen. Es lässt sich einfach und schnell zusammenfassen, was wir in diesem Park gesehen haben. Das waren ein paar Weisskopfaffen, eine Riesenratte (das Tier sah zumindest so aus) und tausende von diesen orangenen Krebsen. Nachdem wir alle möglichen Fusspfade abgelaufen waren und immer noch keinen Tucan gesehen hatten, beschlossen wir, uns an den schönen weissen Sandstrand zu legen. Dort trafen wir dann auch die kanadischen Mädels wieder. Nachdem wir ausgiebig die Sonne und das Wasser genossen hatten und doch noch einen grossen Leguan gesehen hatten, machten wir uns wieder auf den Heimweg. Am Abend hiess es dann „Partytime“, die Girls hatten mitbekommen, dass in einer Kneipe auf dem Weg nach Manuel Antonio an diesem Abend Lady´s Night war. Wir machten uns mit dem Bus auf den Weg. Als dann ein paar Bekannte von den Girls ausstiegen, dachten wir, wir wären schon da, jedoch hatten die nicht vor mit uns fort zu gehen. So kam es, dass die anderen noch im Bus sassen und wir auf der Strasse. Wir genehmigten uns erst mal ein kühles Imperial, bevor wir uns zu Fuss auf den Weg machten. Nach ca. 45min Berg und Tal kamen wir endlich an. Die anderen fragten natürlich wo wir geblieben wären. Grosses Gelächter brach aus, als wir erzählten. Nun konnte die Party beginnen und das tat sie auch. Die Mädels orderten für uns die Drinks, so dass wir immer ein volles Glas hatten. Wir shakten mit allen umeinander und hatten mega Spass. Auf der Party trafen wir auch noch die Dänin und einen US-Surfer die mit uns in Jaco im Hotel de Hahn wohnten. Zu später Stunde machten wir mit dem Taxi wieder zurück zum Hotel.
12.04.2006 7. Tag: Mit leichtem Kater wachten wir am nächsten Morgen auf. Jedoch war das weniger schlimm, dass wir später verwachten, da das Wetter eher regnerisch war. So beschlossen wir den Tag mit den wenigen Sonnenstrahlen am Pool und mit einer kleinen Ortserkundung zu verbringen. Es war richtig angenehm einmal einen solch regnerischen Tag nach solch heissen Tagen zu haben. Wir sprangen im Regen umher und spielten im Pool Wasserball, da es ein wunderbar warmer Regen war. Eigentlich goss es wie aus Eimern, aber dass war jedem egal. So kam es, dass wir an diesem Tag weniger aktiv waren. Erst wieder am Abend machten wir uns wieder zusammen auf nach Manuel Antonio, wo wir diesmal jedoch weniger Party animierte Tico´s trafen. So machten wir unsere eigene Party am Strand und hatten ebenfalls Spass. Die Taxifahrt retour war noch recht lustig, speziell mit unserem kanadischen Freund, der total besoffen noch ein paar Brocken Deutsch herausgrölte und eine andere, die während der Fahrt versuchte aus einem halboffen Fenster hinauszukotzen.
13.04.2006 8. Tag: Heute hiess es ciao Quepos, denn wir hatten eine mega Tour vor uns. Wir machten uns erst mit dem Bus auf nach Puntarenas von wo aus wir eigentlich mit der Fähre zur Anschlussstelle für Tamarindo fahren wollten. In Puntarenas trafen wir dann noch einen Kanadier der nach Montezuma machte. Wir haben ebenfalls davon gehört und dachten, dass wir eigentlich noch genügend Zeit haben um dort vorbeizuschauen. Nach einer schönen Überfahrt ging es dann wieder weiter per Bus. Gegen ende der Strecke nahm die Strasse solch üble Zustände an, dass man dachte der Bus bräche jeder Zeit auseinander. Nach einer extrem holprigen und langen Berg und Talfahrt kamen wir am Nachmittag in Montezuma an. Wir besorgten uns eine Bleibe und sprangen erst mal ins Wasser. Abends fanden wir ein wunderschönes Restaurant mit Blick auf das Meer. Nach einem sehr guten Nachtessen vielen wir total erschöpft in die Falle.
14.04.2006 9. Tag: Wir waren wieder mal früh wach und wollten den Wasserfall begutachten den uns jeder empfahl anzuschauen. Es war nicht schwer den Weg zu finden, da die meisten Menschen aus der Richtung kamen, wo es zum Wasserfall ging. Am Wasserfall war ein buntes treiben, viele Einheimische waren dort und stürzten sich von der Felswand direkt neben dem Wasserfall in das Becken unterhalb. Im Anschluss an unser ausgewogenes Frühstück machten wir uns auf an den Strand, wo wir den gesamten Tag unter einer Palme mit dem rauschen des Meeres in den Ohren verbrachten. Nach einem längeren Fussmarsch entlang des Strandes kamen wir wieder in Montezuma an. Am Abend nach dem Nachtessen erkundigten wir uns noch, wo und wann unser Bus am nächsten Morgen nach Tamarindo abfährt. Das Duschen und Zähneputzen war ein richtiges Erlebnis bei dieser Unterkunft. Zum Zähneputzen hatte man einen schönen Ausblick in den Garten und bei der Dusche war es gerade so dass ein winziger Tropfen Wasser aus dem Duschhahn kam und die ganze Dusche total schmuddelig war.
15.04.2006 10. Tag: Heute mussten wir wieder mal pünktlich aufstehen, da unser Bus um 9:00 schon abfuhr. Diesmal war es leider nicht möglich mit dem öffentlichen Bus zu fahren, da eine direkte Verbindung von Montezuma nach Tamarindo nur mit einem sog. Tourismusbus möglich war und der kostete dann auch dementsprechend. 35 $ legten wir für die Busfahrt hin. Im nach hinein muss ich aber sogar sagen, es hat sich gelohnt, denn wir sind mit dem kleinen Bus quer durch den Dschungel gefahren. Wir sind auf kleinen holprigen Waldwegen und durch strömende Flüsse gefahren, haben Affen in den Bäumen gesehen und hatten eine traumhafte Aussicht. Da nahm man auch mal das Geholper in Kauf. In Tamarindo war die Hölle los, als wir dort ankamen. Das lag daran das es Ostersonntag war und auch die Tico´s eine Woche lang durch das Land gereist sind und an diesem Tag eben wieder nach hause fuhren. Ausserdem sind in Tamarindo auch wieder sehr viele Amerikaner anzutreffen, da Tamarindo auch wieder ein Surf – Mekka war. Mirko machte sich ohne Rucksack auf um eine passende Unterkunft zu suchen. Da wir in Montezuma eher spartanisch wohnten, sollte es in Tamarindo wieder etwas besser sein. Wir fanden ein schönes Bungalow – Hotel, das von einer Schweizerin geführt wurde und buchten uns dort ein. Mirko erkundete Tamarindo – City und ich relaxte derweil am Pool. Für den nächsten Tag nahm sich Mirko vor endlich einmal das Wellenreiten auszuprobieren.
16.04.2006 11. Tag: Endlich war der nächste Morgen da. Mirko war hoch motiviert sein Surferkönnen auszuprobieren. Wir machten uns auf zum Strand, der endlos lang in einer schönen grossen Bucht lag. Natürlich hatte es die passenden Wellen zum surfen, deshalb waren an diesem Strand auch um einiges mehr Surfer unterwegs. Mirko warf noch einen Blick in sein Surf – Lehrbuch um gleich darauf loszulegen. Nach einigen Versuchen konnte man schon sehn, dass es so halbwegs funktioniert. Als ich es auch mal ausprobierte, musste ich feststellen, dass das ganze von aussen um einiges einfacher ausschaut. Speziell das rauskommen und das exakte erwischen einer geeigneten Welle stellte sich als Problem dar. Doch nach einigen Probeläufen klappte es dann schliesslich, ich stand zumindest mal für ca. 3-4 Sek. auf dem Brett. Sonst war ich eigentlich den ganzen Tag nur am faulenzen und am Eis essen, während Mirko fleissig weiter versuchte. Am Abend holten wir uns lediglich eine Pizza zum Essen. Anschliessend waren wir noch in einer wirklich trendy Lounge, in der wir zwei Deutsch Mädels trafen, die in San Josè als Austauschschülerinnen waren. Nach einem schönen Abend mussten wir dann gehen, da sie die Lounge schliessen wollten. So schnell ist die Zeit vergangen, dachten wir uns.
17.04.2006 12. Tag: Heute stand wieder eine Lange Tour auf dem Programm. Mit dem Bus ging es zuerst von Tamarindo über üblicher weise katastrophale Strassen nach Liberia, eine grössere aber weniger sehenswerte Stadt im Norden Costa Ricas. Dort verbrachten wir den Mittag und warteten auf unseren Verbindungsbus, der uns zur Grenze nach Nicaragua bringen sollte. Am Busbahnhof in einem Restaurant trafen wir wieder das eine Paar aus Quepos mit einer Mitreisenden. Da sie ebenfalls nach Granada machen wollten, beschlossen wir kurzfristig, zusammen zu reisen. Der Grenzübertritt nach Nicaragua war noch sehr spannend. Zuerst musste man sich beim Zoll von Costa Rica einen Stempel für die Ausreise holen, bevor man sich zu Fuss auf den Weg nach Nicaragua machte. Das muss man sich so vorstellen, dass man auf einer Strasse von Costa Rica nach Nicaragua lief. Dort wurde der Ausreisestempel kontrolliert, bevor man sich in die Reihe für den Einreisestempel anstellen durfte. Dort waren auch Unmengen von Einheimischen unterwegs. Nachdem wir ein paar Formulare ausfüllen mussten, noch mal 5$ Tourismussteuer abdrückten und noch den Einreisestempel für Nicaragua erhielten durften wir uns endgültig nach Nicaragua begeben. An einem kleinen Kontrollposten wollte man dann noch mal von uns allen 1$ Steuer, den wir nicht gleich bezahlen wollten. Da dauerte es nicht lange und es stand ein Grenzpolizist vor uns mit einer Pump – Gun in der Hand. Da wurde uns klar, dass wir die Steuer auf jeden Fall zu zahlen haben. An einem Kiosk belaberten uns wie üblich die Taxifahrer. Wir gönnten uns jedoch erst mal ein kühles Bier, während wir auf den Bus nach Rivas warteten. Auf der Fahrt nach Rivas fuhr man schon am Lago di Nicaragua entlang und hatte einen schönen Ausblick auf die Isla Ometepe, die aus zwei Vulkanen entstand. Ausserdem waren wir so achtsam gegenüber jedem, da uns so viele Backpacker in Costa Rica schon erzählten, dass wir in Nicaragua sehr auf unsere Sachen aufpassen sollen, weil sehr viel speziell in Bussen gestohlen wird. In Rivas kamen wir mitten auf einem Markt an und mussten uns den Bus nach Granada suchen. Jeder Einheimische der uns auf dem Markt entgegen kam sagte uns gleich automatisch, dass der Bus nach Granada gleich 50m weiter bereitstand. Anscheinend sah man es uns an, dass wir nach Granada wollten. Während den Bussfahrten ist man sehr skeptisch gegenüber jedem gewesen und überlegte wer am ehesten einen ausrauben könnte. Wir kamen diesmal erst um 19:30 an unserem Ziel Granada an, so mussten wir schnell schauen, dass wir eine Unterkunft finden. Die Kanadier hatten schon eine Adresse, doch bis wir die endlich in der leicht verwirrenden Kolonialstadt Granada gefunden hatten verging noch eine Zeit. Bei der Unterkunft handelte es sich um ein richtiges Backpacker – Hostel. Man hatte einen grossen offenen Innenhof. Wo man im überdachten Bereich in Hängematten chillen konnte und auch sehr gut essen konnte wie sich später noch herausstellen sollte. Nach einer lang ersehnten Dusche genossen wir noch einen fruchtig frischen Früchteshake und assen und tranken wirklich sehr gut. Am Abend beschlossen wir noch, dass wir am nächsten Tag alle gemeinsam eine Tour zum Vulcan de Masaya unternehmen.
18.04.2006 13. Tag: Am nächsten Morgen genehmigten wir uns erst mal ein traumhaftes Frühstück in dem halboffenen Innenhof des Hostels. Die Vögel zwitscherten und Katzen sprangen durch den Garten. Im Anschluss an das Frühstück machten wir uns also zu fünft auf zur Bushaltestelle. Da wir am Vorabend ziemlich spät angekommen waren, war es am Morgen ziemlich schwer sich zu orientieren. Ich traute mich auch nirgends zu fotografieren, da uns so viele Storys erzählt wurden. Wir irrten also ein wenig durch die Stadt bis wir auf einmal in Mitten eines Marktes standen, auf dem ein hektisches Treiben herrschte. Wir standen alle zusammen und auf einmal holt das eine Mädel doch tatsächlich Ihren Reiseführer aus Ihrem Rucksack heraus. Da dauerte es auch schon nicht lange bis der erste Einheimische uns anschrie und uns beschimpfte. Das ist nämlich was man überhaupt nicht macht in solchen Ländern. Da kann man gleich mit einem Schild auf dem Kopf umherlaufen, auf dem steht: „Tourist – bitte ausrauben“. Wenn man in den Reiseführer schauen möchte geht man in ein Geschäft und schaut dort ohne gesehen zu werden. An der Bushaltestelle angekommen machten wir uns auf nach Masaya, von wo aus wir mit dem Taxi weiter mussten. In Rivas machten wir jedoch noch zuerst einen Bummel mit den anderen durch einen riesigen Markt, auf dem man wirklich alles bekam. Vom frisch geschlachtetem Schwein bis zur Hängematte. Das Fleisch hang nur leider in der prallen Sonne und die Fliegen waren schon daran. Ich lief die ganze Zeit mit einem mulmigen Gefühl durch diesen Markt und hatte sogar mein Messer in der Hosentasche. Nach einer Weile auf dem Markt verabschiedeten wir uns von den Kanadiern und machten uns mit einem Taxi auf zum Vulcano de Masaya. Jedoch stellt es sich als Problem dar dem Taxifahrer klar zu machen wohin wir wollten und wie viel die Sache kosten sollte. Er verstand kein Englisch und meine Brocken Italienisch kamen auch nicht so durch. Irgendwie hat er uns dann sogar doch am richtigen Platz abgesetzt und auch den Preis verlangt, den er am Anfang gesagt hat. Die Vulkane liegen in Mitten eines Nationalparks wo man erst mal ein ganzes Stück zu Fuss bergauf und in brennender Hitze unterwegs ist bis man am Krater angelangt ist. Von dort hatte man einen traumhaften Blick auf die Umgebung und man sah auch die Lavazungen des letzten Ausbruchs von vor 25 Jahren. Bei den Vulkanen handelte es sich um einen aktiven und einen inaktiven. Es war wirklich faszinierend einmal in den gigantisch grossen Krater eines solchen Vulkans zu schauen und auch noch im Inneren die kochend heisse Lava brodeln zu sehen. Die ganze Zeit stieg schwefelhaltiger Dampf auf. Aus diesem Grund stand auch auf diversen Tafeln, dass man sich nur maximal 20 Minuten in der Nähe des Kraters aufhalten soll. Wir liefen noch zum anderen Vulkan von dem man einen noch mehr beeindruckenden Blick auf den aktiven Vulkan hatte. Des weiteren sah man auch wunderschön auf den nahe gelegenen Lago di Masaya mit der Stadt Masaya an seiner Seite. Fasziniert machten wir uns wieder den Rückweg, wo wir zum Glück von einem Ranger im Auto mitgenommen wurden. Als wir wieder am Ausgang angelangt sind stoppten wir uns ein Taxi und fuhren zurück nach Masaya City. Von wo aus wir gleich weiter nach Granada fuhren und ziemlich fertig in der Unterkunft ankamen. Jedoch die Strapazen wurden am Abend mit einem wohlschmeckenden Buritto con Pollo belohnt.
19.04.2006 14. Tag: Am darauf folgenden Tag standen wir schon wieder früh auf den Beinen, da wieder eine längere Busfahrt auf uns wartete. Heute fanden wir schon etwas schneller die Bushaltestelle, jedoch dort sagte man uns dass der Bus von wo anders abfährt. Also sprinteten wir so gut es ging mit unseren Rucksäcken zu der besagten Abfahrtsstelle, denn wir hatten nach unserem Plan nicht mehr so viel Zeit. Dort völlig ausser Atem angekommen sagte uns der Busfahrer, dass er erst in einer Stunde abfährt. So hatten wir noch Zeit, dass Mirko noch eine Kleinigkeit zu Essen besorgte. Mit uns im Bus sassen auch noch drei Österreicher die ebenfalls auf die Isla de Ometepe fuhren. Endlich setzte sich der Bus in Bewegung und man wurde wieder komplett durchgeshaked. Wir mussten wieder zurück nach Rivas und weiter an die Küste vom Lago di Nicaragua. Im Bus zum See sang ein kleiner Junge sich die Seele aus dem Leib um ein paar Cordobas zu verdienen. Mirko versuchte sich dann noch mit Ihm etwas zu verständigen, dass fasste der Bub dann so auf als ob er von nun an unser Reiseführer sei. So kam es, dass er mit uns bis auf die Insel mitgefahren ist, weil er dort singen wollte. Auf die Insel kamen wir mit einem kleinen wahrscheinlich ehemaligen Fischerkutter. Die See war ziemlich unruhig und wenn man sah wie das Gepäck befestigt war wunderte man sich, dass alles noch auf dem Schiff war als wir angekommen waren. Am Hafen warteten schon ca. 30 Taxifahrer die wie Piraten beim kapern eines Schiffes auf das Boot hüpften und einen zutexteten. Jeder wollte natürlich, dass du mit Ihm fährst. Wir entschlossen uns jedoch für den Bus. Im Bus wurde wirklich alles transportiert, sogar Zement. Das kommt daher, dass keine solchen Produkte auf der Insel zu kaufen sind. Die Busfahrt war mit abstand die schlimmste überhaupt in diesem Urlaub. Die Strassen waren in einem Zustand, wie ein schlechter Feldweg in Deutschland, Schlaglöcher und Felsbrocken lagen auf der Strasse, so dass es mit dem Bus hoch und runter und nach links und nach rechts ging. Irgendwann waren wir tatsächlich mal dort wo wir hinwollten. Wir waren in Merida angekommen. Das ist ein kleines Fischerdörfchen mit ein paar Häusern und eben einem Hostel. Dort waren auch schon einige Amis und Holländer einquartiert. Der See war leider nicht so einladend auf Grund seiner Farbe und der vielen Fliegen über dem Wasser. Dafür war der Sonnenuntergang ein Traum, man konnte der Sonne regelrecht zusehen wie sie sich hinter den Horizont bewegte. Am Abend sprachen wir noch mit einem Holländer, der uns den Tip für morgen gab eine Tour zu dem dort in der Nähe befindlichen Vulkan zu unternehmen. Denn im Krater kann man in einem natürlichen See schwimmen und man steigt durch den Dschungel dort hinauf.
20.04.2006 15. Tag: Um diese Tour zu machen, mussten wir schon um 6:30 aufstehen und frühstücken, damit wir uns um 7:00 auf den Weg machen konnten. Mit uns gingen noch zwei Mädels aus Amerika und auch zwei Guides. Ohne Guides darf man nämlich die Tour gar nicht mehr machen seit dem vor 5 Jahren zwei Touristen sich im Dschungel verliefen und ein halbes Jahr später gefunden wurden. Die beiden Guides schlugen gleich zu Beginn ein forsches Tempo an, so dass man gleich zu schwitzen begann. Es war wirklich heiss und ich kann euch sagen, ich habe noch nie so viel geschwitzt. Ich konnte sogar die Cap was ich aufhatte auswringen. Es war auch wirklich sehr anstrengend steil bergauf über Wurzeln und Baumstämme zu klettern. Aber von manchen Punkten hatte man eine entlohnende Aussicht. Am Gipfel angekommen hatte man durch eine kleines Loch im Gestrüpp einen wunderschönen Ausblick auf den See. Dort angekommen, riss sich Mirko alle Kleider vom Leib und stürmte in Wasser. Doch an der Stelle, wo er es versuchte sank er bis zu den Knien in den Schlamm ein. Mein T-shirt war triefend nass und ich machte mich ebenfalls badefertig. Überraschend war der See sogar relativ kühl. Man konnte also sogar von einer Abkühlung sprechen. Am See trafen wir dann noch drei Österreicher und zwei Deutsche die aus der gleichen Gegend wie Mirko kamen. Der Abstieg war weniger anstrengend, man konnte es richtig laufen lassen und bremste indem man sich ab und zu mal an den Bäumen rechts und links festhielt. Nach einem wirklich hartem Trip waren wir dann endlich wieder in Merida angekommen wo wir total hungrig über das Buffet herfielen bevor wir todmüde in die Falle fielen.
21.04.2006 16. Tag: Heute hiess es wieder Aufbruch. Heute sollte uns der Weg zurück nach Costa Rica und nach San José führen. Doch bis wir dort angekommen sind, waren einige lustige Reiseerlebnisse passiert. Das ganze fing mit der uns schon bekannten Busfahrt zurück zur Fähre an. Wir mussten wieder diesen schlechten Feldweg in einem überfüllten Bus hinter uns bringen. Was ich schon länger einmal befürchtet habe ist bei dieser Fahrt eingetreten. Kurz vor dem Ziel hatten wir einen Platten und unsere Buscrew musste den Ersatzreifen vom Dach montieren. Jedoch machte das Profil des neuen Reifen einen nicht viel besseren Eindruck als das des alten. Die Buscrew montierte den den Reifen währenddessen alle Fahrgäste noch im Bus waren und wie schon gesagt, der Bus war leicht überfüllt. Die Montage sah sehr provisorisch aus, wie der Busfahrer den Reifen montierte. Zum Schluss schlug er noch zwei- dreimal gegen den Reifen und dann sollte das passen und die Fahrt konnte fortgeführt werden. Der Kahn hatte noch auf den Bus gewartet, so hatten wir doch noch direkten Anschluss. Es wurde wieder alles möglich auf dem Karren transportiert und so spartanisch mit ein paar Schnüren befestigt. Sogar ein Motorrad war mit an Board. Durch Zufall sassen wir neben einem deutschen Ehepaar, dass zur Zeit auf Weltreise ist. Sie haben in Deutschland Job und Wohnung aufgegeben, um Ihre einjährige Weltreise durchführen zu können. Vier Jahre Vorbereitung steckten in Ihrem Vorhaben. Er sagte dann noch so spasshalber zu mir: „ Die beiden Rucksäcke hier sind alles was wir im Moment besitzen.“ Womit er irgendwo auch Recht hatte. Eine wirklich spannende Geschichte was die beiden uns da erzählten. Wir fuhren dann sogar noch alle vier zusammen mit dem Taxi nach Rivas um den nächsten Bus zur Grenze zu erwischen. In Rivas waren wir wieder auf dem hektisch zugehenden Markt und suchten unseren Bus. Aber wie auf Jedem Busbahnhof rief dir jeder automatisch schon zu wo dein Bus steht obwohl du den Leuten eigentlich gar nicht gesagt hast wo du hin willst. Unser Gepäck wurde im Hinteren Bereich des Busses transportiert, was mir später noch zum Verhängnis werden sollte. Wir waren beide schon etwas geschlaucht, da wir schon früh aufgestanden sind und bisher eine ziemlich anstrengende Tour hinter uns hatten. Ausserdem fühlte ich mich trotz der vielen Erzählungen in Nicaragua sogar sicherer als in Costa Rica. Deshalb waren wir bei den Busfahrten auch etwas leichtsinnig, was unsere Rucksackbeobachtung anging. Wir schliefen also grösstenteils während der Fahrt und warfen nur selten einen Blick auf unsere Rucksäcke. Als wir wieder an der Grenze angekommen waren mussten wir wieder zuerst unseren Austrittsstempel von Nicaragua holen. Um diesen zu bekommen benötigten wir das Formular, welches man uns bei der Einreise einfach so mitgegeben hat, jedoch nicht erwähnt hat, dass man es gut aufbewahren solle. Zum Glück fanden wir beide dieses Formular noch irgendwo zwischen unseren Unterlagen. Ich wollte nicht wissen, was man mit uns gemacht hätte, wenn einer von uns diesen Zettel nicht mehr gehabt hätte. Wir waren also so gut wie in Costa Rica, wir mussten nur noch unseren Einreisestempel für Costa Rica wieder abholen. Dazu musste man wieder ein Formular ausfüllen. Als ich mir einen Stift aus meinem Federmäppchen holen wollte, dass sich in der obersten Tasche meines Rucksackes befand, musste ich feststellen, dass die gesamte Tasche ausgeräumt war. Ich dachte kurz nach und dachte sofort an den Typen aus dem Bus von vorhin. Der war die ganze Zeit bei unseren Rucksäcken gestanden und wir waren wie ich schon sagte, die meiste Zeit am schlafen. Also musste der Typ aus dem Bus währenddessen wir schliefen die oberste Tasche meines Rucksacks ausgeräumt haben. Darin befanden sich mein Ladegerät für meinen Pocket-PC, meine Kopfhörer, mein Ladegerät für die Digitalkamera, das Federmäppchen und das Fernglas meines Bruders. Ich hatte im ersten Moment solch einen Hass auf den Typen, jedoch dachte ich später ganz anders darüber. Ich konnte von Glück reden, dass es sich bei den Sachen „nur“ um relativ unwichtige Dinge handelte, es hätte auch mein Pass oder mein Geld sein können. Nach einer kurzen Mittagspause setzten wir uns in den letzten Bus für heute. Das war der Bus direkt nach San Josè. Es handelte sich zwar um einen etwas moderneren Bus als sonst, jedoch konnte ich zur Mitte der Fahrt schon nicht mehr sitzen und es war eine regelrechte Qual für mich noch weitere vier Stunden auf diesem Platz auszuharren. Schlafen konnte ich eben auch nicht, weil mir der Hintern so weh tat und alles einfach nur klebte, durch den Schweiss. Als wir endlich in San Josè angekommen waren machte ich drei Kreuze, jedoch wartete auch schon das nächste Problem auf uns. Wir wussten nicht, wo wir in San José ankommen werden, dazu war es auch schon 21:30 und wie uns bekannt war ist San Josè ein ziemlich heisses Pflaster in der Nacht. Im Bus warnte uns noch ein Reiseführer davor, mit einem Taxi zu fahren in dem zwei Personen als Fahrer sind, da man bei dieser Art von Taxi darauf gehen kann, dass man irgendwo hingekarrt wird und ausgeraubt wird. Auf Grund der Sachlage mussten wir uns schnell überlegen was wir machen sollen. An der Endstation angekommen, warteten schon wieder ca. 20 Taxifahrer auf einen und bedrängten jeden, damit man mit Ihm mitfährt. Jeder wusste ein günstigeres Hotel, wo er uns hinfahren wollte. Doch wir hatten echtes Glück muss ich sagen. Der Bus hielt nämlich zufällig genau vor einem Low-Budget Hotel, so erkundigte sich Mirko gleich zwecks eines Zimmers währenddessen ich mich mit unserm Gepäck und den Taxifahrern herumschlug. Sobald ich die Rucksäcke hatte flüchtete ich ebenfalls in das Hotel und wir hatten noch mal Glück. Es war tatsächlich noch ein Zimmer frei und das sogar zu einem supergünstigen Preis. Ich war so glücklich, als ich endlich im Zimmer war und eine Dusche nehmen konnte. Wir fühlten uns wie neu geboren, nachdem wir aus der Dusche kamen. Es dauerte nicht lange bis wir einschliefen, da wir wirklich total fertig waren.
22.04.2006 17. Tag: Nach einer wirklich erholsamen Nacht wieder zu Kräften gekommen waren, ging es darum den Busterminal „Caribian“ zu finden, denn von dort ging nach unseren Unterlagen der Bus nach Chauita an die Karibikküste. Man möchte meinen wir waren vom Glück verfolgt, denn wie sollte es anders sein, war die Bushaltestelle für den Bus nach Chauita direkt vor der Tür des Hotels. Mir war gar nicht wohl im Bauch mit dem Rucksack so auf der Strasse auf den Bus zu warten. Während wir warteten sprachen uns irgendwelche Penner an, die aus dem Mund wie eine Schnapsbrennerei stanken und Transen wollten von uns Geld für Ihr blödes Gelaber. Eine Frau war richtig hartnäckig und wollte nicht locker lassen, dass wir Ihr Geld geben. Zum Glück war dann der Bus da und wir konnten unser Gepäck verstauen und Einsteigen. Als ich in den Bus einsteigen wollte fragt mich doch der Gepäckjunge tatsächlich, ob ich noch etwas Koks oder Haschisch kaufen möchte. Endlich setzte sich der Bus in Bewegung und wir waren auf dem Weg an die Karibikküste. Auf dem Weg dorthin mussten wir erst über das Zentrale Hochland, in dem ein Regenwald liegt. Am Fusse des Berges schien noch die Sonne, auf der Passhöhe in eben diesem Regenwald war es auf einmal total bewölkt und es schüttete aus Eimern, so dass an den Strassenseiten reissende Bäche entstanden. Die durch den Regen entstandene Abkühlung war ebenfalls sehr angenehm. Kurz vor Limon und danach noch auf dem Weg nach Chauita passierten wir unmengen von Bananenplantagen. Jede Menge LKW´s waren unterwegs. An der weltbekannten Firma „Chiquita“ fuhren wir auch vorbei. Es war wirklich interessant zu sehen, wie die Bananenstöcke geerntet werden und vom Feld in die Firma transportiert wurden. Man muss sich einfach einen „Skilift“ für Bananen vorstellen. Das war ein Transportlift der durch die Bananenplantage führte und mit Haken versehen war, an denen man die Bananen Stöcke hängte. Die Bananen fuhren so von alleine quer durch das Feld in die Fabrik. Die Strassenverhältnisse waren erstaunlicher Weisse nicht mal so schlecht. So kam es, dass wir zur Mittagszeit an der Abzweigung nach Chauita angekommen waren. Das letzte Stück liefen wir noch zu Fuss. Als wir in Chauita einmarschierten, standen wir in einem wirklich verträumten Dörfchen wie man es sich in der Karibik vorstellt. Wir machten uns daran die Adresse ausfindig zu machen, wo die Schweizer wohnen sollten, von denen Mirko die Adresse von einem Arbeitskollegen aus Davos bekommen hatte. Als wir zuerst die Frau in Ihrer Boutique trafen erklärte uns die gleich den Weg zur eigentlichen Adresse. In einem wunderschönen und grossen Grundstück standen vier traumhaft schöne Bungalows, wovon zwei zum vermieten waren. Wir trafen noch den Mann an, der uns die Bungalows zeigte. Ein wirklicher Palast für zwei Personen dieses Ding und auch etwas überteuert für unsere bereits leicht abgemagerte Urlaubskasse. Deshalb griffen wir dann doch auf eine etwas preiswertere Unterkunft zurück. Am späten Nachmittag sprangen wir noch mal in die Fluten des Atlantiks und schauten noch der Fussballequipe von „Atletico Chauita“ bei Ihrem Heimmatch zu, bevor wir uns aufmachten um zu Abend zu essen. Alle Einwohner waren auf der Strasse und in den Bars zu finden, da an diesem Abend das Finale des Fussball Ligapokals ausgetragen wurde. Im Anschluss an dass Match und unserem wohlschmeckenden Nachtessen war es nicht schwer eine Bar auszumachen, wo man an diesem Abend noch Party machen konnte. Um zur Sache zu kommen, wir hatten einen richtig heissen Abend den wir bis in die frühen Morgenstunden nutzten.
23.04.2006 18. Tag: Der nächste Morgen war verständlicher Weisse etwas quälend. Auf Grund des hohen Rumkonsums am vorigen Abend wachten wir an diesem Morgen im Vergleich zu den sonstigen Tagen erst etwas später auf. Ich machte mich gleich auf in den hoch gelobten Nationalpark de Chauita. Der Park hatte keinen Eintritt gekostet, deshalb bin ich auch nicht so enttäuscht, dass ich überhaupt kein Tier gesehen habe. Also einfach nur mal zum baden hinschauen und das ist auch ausreichend. Ich relaxte noch eine Zeit am Strand bis auch Mirko aus dem Koma erwacht ist und bei mir eingetroffen ist. Wir beschlossen den Strand noch etwas mehr zu erkunden, oder besser gesagt wir waren auf der Suche nach einem sauberen Teilstück Wasser, wo man auch mal baden hätte können. Jedoch war der Trip entlang des Strandes teilweise ziemlich ekelig. Zwar waren keine Touristen mehr dort wo wir unterwegs waren, jedoch das Wasser und der Strand luden nicht gerade zum verweilen ein. Nach einem langen Fussmarsch gaben wir schliesslich auf und kehrten wieder um. Wieder am Strand angekommen planschten wir zwangsweise dort noch ein wenig, bevor wir eine Kleinigkeit zu Mittag assen. Den Nachmittag verbrachten wir doch wieder bei uns in der Unterkunft. Dort schliefen wir uns noch ein wenig in der Hängematte fit, um abends noch Pizza essen zu gehen. Da wir beide noch etwas vom Vorabend bedient waren beschlossen wir, den Abend bei einem guten Schluck Rum auf der Terrasse ausklingen zu lassen.
24.04.2006 19. Tag: Nachdem wir unseren Aufenthalt in Chauita ausgiebig genossen hatten, machten wir uns bei strömenden Regen nach Puerto Viejo auf, um dort die letzten paar Tage ruhig zu verbringen. Wie gesagt im strömenden Regen liefen wir von unserer Unterkunft ca. 2km bis zur Bushaltestelle. Wie ich es Euch schon einmal gesagt hatte, wenn es einmal regnet, dann regnet es wie aus Kübeln. Als wir nach einer kurzen Busfahrt entlang der Karibischen Küste in Puerto Viejo angekommen waren, suchten wir eine Lodge auf, die von einem österreichischen Ehepaar geführt wurde. Die wunderschönen und übergrossen Bungalows waren nur leider etwas „to expensive“ für unseren jetzt doch recht knappen Geldbeutel. Aus diesem Grund beschlossen wir, uns doch noch einmal auf die Suche nach einer günstigeren Variante zu machen. Inzwischen hatte es auch aufgehört zu regnen und die Sonne schaute auch schon wieder ein wenig heraus. Auf unserer Suche nach einer Unterkunft laberte uns natürlich noch so ein überaus hilfsbereiter Einheimischer möchte gern Hostel-Guide an. Seine Hilfe bestand darin, dass er uns die Schilder der Hostels am Strassenrand vorlas und mit uns einfach mitlief. Nach kurzer Zeit waren wir auch fündig geworden und hatten doch noch eine günstigere Unterkunft gefunden. Wir beschlossen hier bis zum 27.04 zu bleiben, um evtl. noch Ausflüge ohne Rucksack zu unternehmen. Da heute das Wetter eher weniger toll war beschlossen wir den Tag mit einem kleinen Stadtbummel zu füllen. Mirko suchte schon seit längerem eine Bank, bei der er entweder seine Euro wechseln oder Dollar abheben konnte. Denn das mitgenommene war schon aufgebraucht und meines reichte auch nicht länger für uns beide. Doch wir hatten Glück und es gab eine Bank in Puerto Viejo. Jedoch ist zu erwähnen, dass die Cota Ricaner anscheinend gerne bei einer Bank anstehen, denn an jeder Bank oder Bankomat sind unendlich lange Menschenschlangen zu beobachten. So dauerte es auch ca. 1 Stunde bis Mirko endlich seine Dollar in Händen halten konnte. Auch werden die Banken extrem bewacht. Vor jeder Bank ist ein Security Wachmann mit einer Pumpgun zu sehen. Ziemlich krass für jemanden aus Deutschland, wenn man in eine Bank geht und so ein Security hält dir seine Pumpgun entgegen. Wie gesagt, verbrachten wir den Rest des Tages mit einem Stadtbummel bei dem wir uns schon das ein oder andere Souvenir sicherten. Am Abend beschlossen wir uns heute mal selbst zu verwöhnen. Wir gingen also einkaufen und bauten uns gigantische Sandwichs. Mein Sandwich war im Ganzen sicherlich 40 cm lang und war übermassig belegt. Später nahmen wir uns noch einen Rum-Cola zur Brust, bevor wir uns auf den Weg machten, die Strassen von Puerto Viejo unsicher zu machen. Auf dem Weg zu den Clubs sprachen uns bestimmt fünf Typen an, ob wir nicht etwas Haschisch kaufen möchten. Das ging auch Tagsüber schon so. Genau so roch es dann auch in dem Club, wo wir dann waren. Man brauchte eigentlich selbst gar nicht mehr zu rauchen, man hätte einfach nur noch tief inhalieren müssen, dann hätte man höchstwahrscheinlich den gleichen Effekt erzielt. Wir hatten auf jeden Fall noch so unseren Spass zu krassem Reaggi-Sound. Ziemlich extravagante Typen traf man so auf der Strasse, aber irgendwie passte das alles super zusammen. Da wundert man sich nicht mehr, dass man so viele Schweizer in Costa Rica und speziell an der Karibikküste antrifft.
25.04.2006 20. Tag: Für heute hatten wir uns vorgenommen, als Gag unserer Rundreise noch einen Tag nach Panama zu fahren. Da wir sehr nahe der Grenze zu Panama waren, war auch die Busfahrt nicht von langer Dauer. Es war mal richtig angenehm, einen Ausflug ohne Rucksack zu unternehmen. Die Grenzstadt auf der Seite von Costa Rica hatte Kulturell nicht besonders viel zu bieten. An was ich mich noch erinnere sind die vielen Geschäfte, die Gummistiefel verkauften. Die waren für die Arbeiter auf den Bananenplantagen gedacht. Schon etwas spezieller war da schon der Grenzübergang, der über einen Fluss führte, den wir spasseshalber den „kleinen Panamakanal“ nannten. An den jeweiligen Enden der Brücke waren die Grenzkontrollen, wobei die Kontrollen an der Grenze zu Panama recht spärlich waren, da Panama und Costa Rica ein „Friendship-Abkommen“ haben. Die Grenzstadt in Panama war ebenfalls nicht so reizvoll, jedoch durften wir nicht weiter in das Land reisen, da man sonst die Rückflugtickets vorweisen hätte müssen. So liefen wir die Hauptstrasse entlang und genehmigten uns noch ein kühles „Panama-Lager“. Wenn man sich die Fleischtheke in diesem Supermarkt angeschaut hat, wurde einem fast schlecht. Gekühlt schien die Theke sowieso nicht zu sein, dann waren noch überall Fliegen auf dem Fleisch und der Fisch machte nicht mehr wirklich einen frischen Eindruck. Wir genossen noch unser „Panama-Lager“, bevor wir uns noch als Andenken einen Einreisestempel in der Passstelle abholten. Auf der Brücke kamen wir mit einem Einheimischen ins Gespräch, der uns anhand eines Prospektes die Wunderschönen Gegenden Panamas zeigte, um uns so dazu zu bringen, Panama in unserer nächsten Rundreise mit einzubinden.
26.04.2006 21. Tag: An unserem letzten Tag am Meer, wollten wir dieses noch einmal richtig geniessen. Am Morgen wollte uns das Wetter einen Strich durch die Rechnung machen, denn zu Beginn des Tages war der Himmel wieder Wolkenverhangen und es regnete. Doch als wir unser Frühstück eingenommen hatten und unsere Souvenirs und Mitbringsel eingekauft haben, tat sich der Himmel doch noch auf und es schien die Sonne. So beschlossen wir einfach gemütlich den Strand entlang zu laufen, um so eventuell ein schönes Plätzchen zu finden. Wir entschieden uns deshalb für das laufen und nicht für den Bus, weil wir ehrlich gesagt „Die Schnauze vom Bus fahren voll hatten“. So machten wir uns leicht müde auf den Weg durch den Dschungel der dicht hinter der Küste gelegen war. Darin trafen wir wieder auf diese Orangefarbenen Krebse, die wir auch sonst überall sahen, nur hier kamen sie extrem häufig vor. Als wir an einem endlos langem Strand angekommen waren, dem eine kleine Insel vorgelagert war, suchten wir uns ein schönes Plätzchen und genossen die letzten Sonnenstrahlen. Die kleine Insel vor diesem Strand war ca. 200m vom Festland entfernt und hätte sich hervorragend geeignet, um dort darauf ein kleines Haus zu bauen und dort zu leben, dachten wir uns so. Na ja vielleicht kommen wir noch mal in 40 Jahren und kaufen die Insel. Wir vertrieben uns die Zeit im Wasser und mit Löcher buddeln. Alles überschüssige Energie die irgendwie verbraucht werden musste. Als wir dann doch leicht erschöpft am Strand lagen, sah ich ein Pärchen auf uns zukommen. Als die beiden ein Stück näher kamen, erkannte ich, dass es sich bei den beiden um das deutsche Ehepaar von der Fähre auf Ometepe in Nicaragua handelte. Schon verrückt, dass man sich ohne auch nur irgendwie abzusprechen so zufällig 1000km in einem ganz anderen Eck an einem einsamen Strand wieder trifft. Wir hatten unsere Reiseerlebnisse noch ausgetauscht, die wir seither erlebt hatten. Der Mann musste in San Josè sogar in Krankenhaus, weil er eine wahnsinnige Schwellung über die gesamte rechte Gesichtshälfte hatte, die höchstwahrscheinlich durch eine allergische Reaktion ausgelöst wurde. Doch in San Josè möchte man gar nicht glauben, gibt es ein hochmodernes Krankenhaus mit amerikanischen und sogar deutschen Ärzten. So waren sie also bestens aufgehoben. Wir genossen noch ausgiebig die Sonne bevor wir uns wieder auf den Rückweg machten, der wie wir feststellen mussten doch ziemlich lang war. Für den heutigen Abend nahm ich mir vor, endlich mein langes Vorhaben wahr zu machen. Ich gönnte mir zum Abschluss unseres Urlaubs einen kompletten „Red-Snapper“, dass ist ein wirklich sehr feiner Salzwasserfisch. Am Abend leerten wir noch unsere angebrochene Flasche Rum, bevor wir schlafen gingen.
27.04.2006 22. Tag: Heute sollte es mit dem Bus zurück nach San Josè gehen, von wo aus wir unsere Heimreise am nächsten Tag antraten. Wir begaben uns an die beschriebene Bushaltestelle und warteten. Jedoch als wir schon eine ganze Weile warteten und schon ein paar Busse vorbeigefahren waren und unserer eigentlich auch schon dabei sein hätte müssen, wurden wir etwas ungeduldig. Inzwischen warteten wir schon fast drei Stunden, als endlich der richtige Bus anhielt. Wir wollten wie immer das Billet beim Fahrer lösen, jedoch musste man es diesmal wieder an einem wirklich sehr unscheinbaren, vergitterten Ticketschalter kaufen. Da hatten wir auch schon das nächste Problem, keine Kohle mehr und der Bus wollte weiterfahren. Ich kratzte noch irgendwie meine letzten Cordobas zusammen und fand zum Glück noch einen Dollar in der Tasche, da Mirko auch kein Geld mehr hatte, hatte ich ziemlich Glück. Es war wirklich komisch, dass das Busfahren an der Karibikküste so erheblich teurer war als im restlichen Land. Nach einer weiteren aber unserer endgültig letzten holprigen Busfahrt. Kamen wir verschwitzt in San Josè an. Wir wussten nicht genau wo wir wieder herausgelassen werden, deshalb schauten wir bei unserer Ankunft schon nach einer möglichen Unterkunft. Für unsere letzte Nacht sollte es aber doch etwas besseres sein dachten wir uns. Als wir an der Endstation aus dem Bus ausstiegen überfielen uns wieder unzählige Taxifahrer und jeder wusste ein tolles Hotel für uns. Wir nahmen dann den Taxifahrer der am ruhigsten von allen war. Ein wirklich extrem freundlicher und hilfsbereiter Mann, stellte sich später auch noch heraus. Wir packten unsere Sachen in das Auto und liessen uns Richtung „Best Western Hotel“ fahren. Da wir noch nicht reserviert hatten, besorgte sich der Taxifahrer für uns per Handy die Nummer des Hotels und wir konnten über sein Handy mit der Reception des Hotels sprechen. Nur stellte sich am Telefon heraus, dass die günstigste Variante für eine Nacht und zwei Personen 130 Dollar kosten sollte, was dann doch einiges teurer war als im Internet beschrieben. Der Taxifahrer hatte für uns sofort eine neue Adresse parat und brachte uns direkt dort hin. Das Hotel lag zwar direkt in der Stadt, aber es war echt klasse. Wir bestellten den gleichen Taxifahrer für morgen früh gleich wieder um uns zum Airport zu bringen. So konnten wir für die Fahrt noch einen guten Preis aushandeln. Als wir das Zimmer bezogen hatten, wollten wir den späten Nachmittag noch damit verbringen, die Innenstadt noch ein wenig zu erkunden. Das Center mit dem Theatro de la National war nur ein paar Blocks von unserm Hotel entfernt. Es war ein buntes, hektisches Treiben auf der Strasse zu beobachten. Wir liefen die Hauptstrasse entlang, bis wir in einem kleinen Park angekommen waren, in dem viele Einheimische waren. Wir schauten zwei Männern gespannt bei einem Spiel zu, das darin bestand, mit drei Bällen nacheinander die Kegle (ca. 10cm gross) die in einer Reihe und in einer Entfernung von ca. 3m aufgestellt waren, zu treffen. Nach einer Weile machten wir uns dann wieder auf den Rückweg, da es schon leicht dunkel wurde und bei Dunkelheit wollten wir nicht mehr auf der Strasse unterwegs sein. Wir holten uns noch zwei wirklich leckere Burger bevor wir uns ins Hotel zurückbegaben und uns ablegten, da morgen wieder ein langer Tag auf uns zukommen würde.
28.04.2006 23. Tag incl. Schlusswort: Heute hiess es also Abschied nehmen. Unser grandioser Urlaub war vorüber. Unser Taxifahrer war pünktlich zur Stelle. Wir nahmen noch ein „Fast Breakfast“ zu uns, bevor wir uns auf den Weg zu Airport machten.
Ich will Euch hier nicht mit langweiligen Fliegererlebnissen langweilen. Viel lieber möchte ich hier noch einmal den Urlaub retour passieren lassen. Es war ein grandiose Erlebnis, genau das richtige für diejenigen, die den etwas anderen Urlaub suchen. Das heisst Adventure und Abendteuer bis ins kleinste Detail. Man erlebt auf einer solchen Reise so viele spannenden Dinge, lernt jede Menge interessante Menschen kennen und hat einfach etwas erlebt, an was man sich in späterer Zeit gerne wieder erinnert. Ich bin so froh diese Reise unternommen zu haben, kann ich Euch sagen. Wenn Ihr Fragen haben solltet oder sonstiges Feedback für mich auf Lager habt, schreibt doch einfach. Ich würde mich riessig darüber freuen.
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